"chen Verhängnis bedingt waren, dafür zeuge der Tod, den Wenghöfers >ch selber gab, dafür auch das Ereignis, das George mit dem Gespräch»Victor.—Adalbert" festhält und deutet: zwei Jünglinge finden den Un-ter gang — und einen heroischen Untergang! — zwar während des Krie-ges aber nicht durch den Krieg.
Wenghöfer hatte sein letztes Gedicht in die achte Folge gegeben undWa r dann verstummt. In den Jahren einer sich ganz in Werk und Lebenfüllenden Gemeinsamkeit der Freunde stand er still beiseite, und wäh-e nd Ernst Gundolf, mit dem wir ihn bei beider Eintreten in die siebente°lge verglichen, seine ähnlich herbe Verschlossenheit so weit löste, daßr ohne seine Art zu wandeln fast heiter den Dienst des Sichtens und Ra-en s tat und auch im „Jahrbuch" seine Kraft an einem bedeutenden euro-päischen Namen versuchte, geriet Wenghöfer in eine innere Vereinsa-Un g> aus der ihn die oft entgegengestreckten Freundeshände nicht be-rei en konnten. Er hatte die späte Welt der letzten Bildungsgesellschaft° c h einmal in tiefen traumhaften Sichten aus seiner Seele erstehen las-n > doch aus ihnen sprach nur Trauer, Müdigkeit und Untergang, keinr ahl von Glück und Glanz brach mehr aus diesen tragischen Erinne-ren einer künstlich überfeinerten Welt. Er sprach es aus, daß diesere g nicht nochmals für ihn gangbar sei und suchte und sah den Weg,er darüber hinaus ins Freie und Neue führte, aber er konnte ihn nichtSchreiten. Gerade dieser Mensch mit dem Blick begabt, jede höhere For-mung zu erkennen, von der Unbedingtheit erfüllt, das Schwerste undet *te zu wollen, sah das harte Geschick vor Augen, das nicht erreichenkönnen, was anderen mühelos zufiel, die Stufe nicht betreten zu kön-en > über die er die Nächsten freudig schreiten sah. Und dabei hatte erle keiner ein tiefes Wissen um die Technik des Dichterischen sowohl inr deutschen wie in den fremden Sprachen.
D >e Schicksalsluft des Krieges und der darauffolgenden Erschütterun-
s ? n mj »g man im „Brand des Tempels" verspüren, obwohl die hier getane
c "t w e i t darüber hinausreicht.. . Die weite Spannung zwischen den stil-
Feiern: Winke Gebete und Lobrede, und diesem Vielgespräch wird
n 'ächst »m Sprachlichen sichtbar. Statt des welligen Flusses schön ge-
°gener Abmessungen herrscht hier der erregte Fall und Stoß von han-
|? n dem Wort und Widerwort, statt des sanften Tones der „Gebete" der
r teste eisigste Ton in der ganzen Dichtung Georges, das tödliche ja
s tötende Wort der Tragödie, von dem Hölderlin spricht, ist in ihm
jj er erstanden und weht uns mit dem Schauer der Unerbittlichkeit an.
j q ü die Hauptgestalt des Heunenführers nur durch die Münder der rat-
zen
zagenden und erschreckten Priester erscheint, vermehrt nur ihre
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