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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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hundertstimmig von ihnen ausstrahlen und nicht verzichtend beugt sie"der Dichter vor der höheren Gewalt seines Gottes sondern als Einer, wennauch der Mächtigste derer, die mit ihm ehren und ehren werden in kort 1 "mender Zeit. Eben darum darf er zu seinem weiten, schon künftige Ge-schlechter einbegreifenden Lobgebet auch das Dankgebet fügen, daß ih" 9in den schlimmsten Wirren der Zeit, wo ihm selbst das Vertrauen a u 'seine eigne Kraft zu wanken drohte, die hehre Gestalt Tal und Stadt vefwandelte und ihn mit neuem Mute füllte, darf er das Bittgebet sprechen»es möge ihm gewährt sein, im Wechsel von Glück und Dunkel sich imrne»neu an der Flamme des schönen Lebens zu entzünden und sich stets a uSden flutenden Kreisen der Träume und Sehnsüchte zum ruhenden Stert 1der Mitte zurückzufinden. Nach diesen Gebeten richtete er dem Seher undRufer des Neuen Gottes", Hölderlin, die Lobrede auf und beschloß rt»ihr den Preis der Väter und Ahnen, den er in den frühen Jahren begonnenhatte.

Zwischen der Rede auf Hölderlin und demBrand des Tempels" stehe! 1die Gedichte und Sprüche auf die Toten und die Lebenden, zwischender Ehrung des frühen Sehers und der Sicht auf den künftigen Jielo^ 1das Gedenken an die Gegenwart: Sprüche des trauernden und liebendenMeisters. Wir sahen wie von Beginn an in den Blättern Loblied unSpruch auf die lebenden, Klage und Trauergesang für die verstorbeneFreunde eine wesentliche Form der dichterischen Äußerung waren. D» eSWidmungen haben im gemeinsamen geistigen Raum ihren besonderKlang über das persönliche Verhältnis hinaus und weben nicht nur udie Lebenden und Toten ein unzerreißbares Band sondern schaffen für "'Gesamtheit aller eine heilige Überlieferung von unvertilgbarer Dauer. *der elften und zwölften Folge haben diese Widmungen durch den Sch> csalswind des Krieges eine neue Fülle und Dichte erhalten: ohne aus deinneren Raum der Gemeinschaft zu treten, sind sie Sinnbilder des gan* evaterländischen Geschehens. Das Eingangsgedicht GeorgesAn die *ten", furchtbarer Mahnruf für die Geknechteten und Erschlafften, b fasender Aufruf an die kommenden Sühner und Sieger, stellt diese ^eeinigung in der weitesten Umgreifung dar.

Manche von denen, die mit dem Segen Georges ausgezogen warkehrten nicht mehr zurück. Der Meister dachte ihrer aller, die Freunihrer Nächsten und Liebsten. Wir sagten schon vom Tode Heinrich Fri*manns und Norbert von Hellingraths, die das dritte Jahrzehnt noch n lCdurchlebt, Wolfgang und Balduin, die es kaum begonnen hatten, fo^ 1ihnen nach. Daß aber der Meister und die ihm Nahen zuletzt nicht vdem äußeren und allgemeinen, sondern von einem tieferen nur ihnen

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