er über die »Zeichen der Zeit' und ,was in der Welt wirklich vorgeht' sich^weilen besser aus Gedichtbüchern unterrichtet hätte als aus Zeitungs-Papieren: das will nicht viel besagen! Nur den wenigen dürfte es ein-buchten, daß in der Dichtung eines Volkes sich seine letzten Schicksale^thüllen".
*t» Augenblicke wo Heer und Staat zertrümmert waren und die ganzenHoffnungen auf Erneuerung in den Herzen derer zusammenbrachen, dien, cht gerade von einer veränderten Staatsform das kommende Heil er-nteten, sah der Dichter in seinem Reiche keinen Stein erschüttert. Dielc hter hatten inmitten des verwirrten Volkes das stille Denkmal dieserWtti aufgerichtet: die Dichtungen eines Jahrfünft voll Leid und Opfer aberüc h voll der Gewißheit ungebrochenen Lebens wie voll Willen es zu wahren'der tausendfachen Untergang, der von drinnen und draußen über unsera sein spülte. Indem die Dichter vom Schicksal der ihnen nahen Leben, n Sen, sangen sie am wahrsten auch das ganze Schicksal ihres Volkes,dem ihre Stimme im geistigen Räume ihrer Gemeinschaft klang, dene der der Krieg geschaffen hatte noch Enttäuschung und Niederlage zer-ren konnte, sprach sie echter aus dem innersten Herzen des Vaterlandss die der Rückgewandten, die nichts mehr ihr eigen nannten, und dere Uerer, die vom Verzehr der zerfallenden Reste leben.George eröffnete wie immer den Reigen, er stellte eine der unausdeut-ar en Strofen Maximins als Stern über „die Winke", welche drei Blitzen* eic h den ganzen Tiefenraum seines Lebenswerkes erhellen: das Wunderes ""echten Augenblicks, das Zeichen der Gottheit, das Wachsen derer die* e "en und glauben. Dann folgen die „Gebete", von denen das erste schonle zehnte Folge brachte, jene wundersamen Zwanzigzeiler, die je ausner dunklen und einer hellen Hälfte bestehen und innerhalb dieser Teilelt einem zarten An- und Abschwellen verschiedengeordneter Gliederec hseln, bis ein zwei- oder dreifacher Schlußreim die Sinn- und Maß-^ w egu n g au ffängt und leise verklingen läßt. Sie haben den sanftestenj n in der gesamten Dichtung Georges und dies hat wohl Verwey beiBesprechung des ersten in der zehnten Folge zu dem Glauben ver-rt > daß in diesem wellenhaften Fließen ein Verzichten des Dichters^gedrückt sei. Sie enthalten nichts dergleichen, wohl aber eine neueB atl dlung zum Ereignis Maximin: das persönliche Verhältnis des SIE-j^TEN klNGS und das staatliche des STERNS zu ihm sind hier zu einer^ e ren Einheit verbunden. Zu seiner Erscheinung in der Zeit und seiners . rclfö trahlung der Gemeinschaft ist die Sicht auf das Immerbleibendey es Bildes getreten, das würdig zu preisen auch die Kraft des Größten* reicht. Wie er stetig in viele Edle einstrahlt, so wird sein Preis auch
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