Umkreis spiegelt, trotz weitester Verbreitung nicht eine einzige öffentlich«Stimme weder im Inland noch im Ausland fand, die feindlich oder freund-lich ein Wort an diese Dichtungen des ersten Friedensjahres gewann*hätte. Das namenlose Buch blieb ungenannt, obzwar es in mehrere tau-send Hände kam und in einer Zeit, da jeder Wisch beredet wurde, um-hüllte ein stilles Wunder es ein Jahrzehnt lang ganz mit Schweige 0 'Antwort kam nur aus den Herzen der besten Jugend, aber was für s> eglühendes Feuer in den Gedichten dieser Folgen war, blieb für die draufle"eisige Luft.
So kehrte das Verhältnis der Blätter für die Kunst zur deutsche 11Öffentlichkeit wieder zu den Anfängen ihres unbeschrienen Daseins z u "rück, ihr Eigenraum blieb unzugänglich und unangetastet, obwohl er nu flim eigenen Lande weithin sichtbar geworden war und schon durch wissen'schaftliche und andre unmittelbar in die staatlichen Ereignisse eingreifendeWerke der Mitarbeiter seine Außenbereiche stetig erweiterte. Das heiß* -in den drei Jahrzehnten ihres Kampfes hatte die Blättergemeinschaft d» eihr von George eingepflanzte Fähigkeit erhalten und vermehrt, sich d> flebendigen Kräfte des Volkes anzuverwandeln und einzuverleiben, ohnvon den eignen inneren Kräften auch nur eine einzige in das steigen"Chaos der Zeit zu werfen und zu verlieren. „Jüngst", so sagte die E ,rlleitung zur elften und zwölften Folge „erging an uns die Mahnung, dain diesen gelockerten führerlosen Zeiten es geboten sei, die ausschließendHaltung aufzugeben und an weiteste Kreise sich zu wenden. Freilich > svieles von dieser Stelle aus seit Jahrzehnten Gesagte heute faßlicher. D° cscheint es, daß unbelehrt durch die furchtbaren Ereignisse das jetzt dahi"'treibende Geschlecht eher alles andre möchte als auf seine drei oder vi*Lieblingsgötzen aus dem vorigen Jahrhundert verzichten — die esschmählich im Stich gelassen haben. Es vergeudet seinen Kraftrest n»hoffnungsloser Flickerei am Verschlissenen, mit törichtem Aufspüren ein eSchuld beim Nebenmann und in allerlei Nebendingen. Die donnerndeWorte der Richter, voran Nietzsche, über die Frevel der Neo-Europa^verklangen ungehört. Den Deutschen wurde als den ersten vom Verhängnis die Gelegenheit gegeben zu erwachen: doch die gemeinsamen Würzeder Übel zu erkennen — sei es oben, unten, rechts, links oder Mitte "sind erst die Späteren nicht die Gegenwärtigen befähigt. Dadurch w,rnach wie vor die Haltung der geistigen Menschen in den staatlichen ungesellschaftlichen Dingen bestimmt. Es hat kaum einen Sinn in dieseallgemeinen Wirrwarr wo alles sich wütend bekämpft hineinzurufen meinem Wort der Würde, der edlen Leidenschaft oder auch nur der ^enunft. Mag auch mancher Mann der Öffentlichkeit schon zugestehen, d a
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