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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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auf der Seite des Vaterlands. Der Boden der Heimat hatte sie alle geboren»er umschloß alles geistige und leibliche Erbe, das in ihrer Seele verhaftetwar, ja er war ihnen heiliger als allen, weil sie das Hehrste und Höchsteaus ihm entsprossen und auch das künftige Heil von ihm getragen wußten-So eilten zuerst die Jüngsten, dann die Älteren in die Heimat und erfuhrenhier in den begeisterten Augusttagen, daß ihr Fühlen das aller Volksgenos-sen war, daß über alle Spaltungen und Splitterungen hinweg die drohendeGefahr den Funken einigen Fühlens in jedem wachgeschlagen und in einemkurzen rauschhaften Schauer von Glück und Ernst verraten hatte, daß di eBlut- und Sprachgemeinschaft der unverbrüchliche Grund für alle sei. Sonahm jeder nach Amt und Kräften seinen Platz im Kampf der Deutschengegen die Feindschaft der ganzen Welt. Die eben noch als weichherzig eund weitabgewandte Ästheten gescholten worden waren, wußten drauße"so gut zu stehen und zu sterben wie jeder andre, und die der Dienst in derHeimat festhielt, nutzten das ihnen gegebene Wort und scheuten sie"nicht, zum erstenmal auch in öffentlichen Blättern für das Recht einzU'stehen, das sie verfochten. Sie kämpften nicht für irgendeine Partei, nochfür die Bewahrung eines Gewesenen, sondern für die Bewährung eines vVvergänglichen und Ewigen im Deutschen, dessen Bild sie am Dichter undseinem Werke gewonnen hatten. Der Krieg war ihnen das unvermeidlich 6Schicksal, in dem das Leben sich durch Blut und Tod wieder vom Frevedes Übermaßes und der Verworrenheit befreien und zur Einfachheit ein eursprünglichen Sinnes gesunden wollte. Sie maßten sich nicht an zu ent'scheiden, ob diese Krise einer übersteigerten Kultur schon die Gesundungbringen werde oder ob es nur die erste von noch furchtbareren wäre, abesie glaubten, daß das wofür sie fochten schon außer dem Frevel der Ze»stand und daß sie für ihr Vaterland kämpfend auch für die Rettung d eLebens, für die Neugeburt des abendländischen Menschen kämpften.

Von diesem Bewußtsein waren die Worte Wolfskehls getragen als ein den ersten Monaten des Krieges Romain Rolland antwortete auf sen 1Frage an die deutsche Geistigkeit nach ihrer Stellung zu diesem furchbaren Geschehen, auf seinen Ruf: nicht zu schweigen vor der Zerstörunßvon Reims, die unser Volk der Verdammung der Jahrhunderte preisgeh ewürde. Wolfskehl wies den Franzosen hin auf jenes Schicksal der ewif? eMächte, das nicht durch die Deutschen sondern durch die ihnen feindlich eVölker nun Wille und Notwendigkeit geworden sei, während der Frazose noch eine vermeidbarefatalite" darin sähe .. er wies ihn hin adas geistige Deutschland, das unbeirrt von amtlicher Politik und ^ ,rschaft, durch seinen Dichter die ganze unerbittliche Notwendigkeit die sAufruhrs und auch den menschlichen Sinn seiner Überwindung schon &

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