Wissen dessen war, was der Mensch wirklich braucht und sucht, ihr wurdedas Recht bestritten ihre Humanität mit der der Klassik zu vergleichenWelche die runde menschliche Bildung zu erobern und aus kollektivisti-schen und dogmatischen Bindungen zu befreien hatte, während nun an"teile dieses Ringens um echte Menschlichkeit das allgemeine Gehen- undGehenlassen jeder beliebigen Art Mensch, jedes Mittelmaßes ohne Rück-sicht auf Wert und der Schutz der Schwachen und Krüppel durch den^taat selber getreten sei. Die Dichter sahen darin eine Verschwächung und* erkrüppelung des ganzen Menschtums, die sich schon in den wachsendenfassen ankündigte, — dem Erzeugnis hemmungsloser Fortschritte, ge-setzloser Humanität und passiver Freiheit. „Vor dieser fürchterlichen^fsgeburt, die zum erstenmal in der Geschichte derart auftritt, habene ' n ige Staats- und Wirtschaftslehrer schon lange gewarnt, andre mit trü-gerischen Tabellen und vorgespiegelten neu zu entdeckenden Räumen dieolker verführt. Heute reden sie nur noch sehr bescheiden von den uner-meßlichen Flächen, den unerschöpflichen Kornkammern und die Logik des° r tschrittlichen Wahnsinns träumt bereits von der Auswanderung auf
ltle n andern Stern.--------Aber das Schlimmste ist nicht die drohende ma-
ef ielle Not sondern die mit der Masse sich stetig steigernde Artverschlech-e rung. Keiner hat den Mut zu sagen, daß es auch Frevel gibt für die ge-ü ßt werden muß, daß man auch diese Überfüllung nicht nur ansehen kanns eine neue Gegebenheit mit der zu rechnen ist, sondern als eine fres-se Wucherung die man sich gewissenlos zugezogen hat und die nurduf ch Gift und Feuer geheilt werden muß" (J. III, 1912).
Wir führen diese Worte unter vielen ähnlichen und neben den schwe-
^ re n im STERN DES BUNDES an, um noch einmal die Haltung der
»chter zu Staat und Volk in den Jahren kurz vor dem Kriege deutlich zu
beißen und fügen vorausnehmend schon hinzu, daß weder Weltkrieg
c " Umsturz sie verändern konnte.
^ls der Krieg ausbrach, weilte George mit einigen älteren und jüngeren
. ährten ' n ^ er Einsamkeit der Berner Hochalpen. Keiner von denen die
J 1 damals sahen, wird das tiefe Leid vergessen, das ihn überfiel und den
le gebeugten fast niederdrückte mit seiner Last. Mit einem Blicke sah er
s ungeheuere Geschehen aufgerollt: die ganze Wucht dessen was er oft
^ Ca hnt und die ganze Furchtbarkeit dessen was nun kam, stürzte mit
fi ltlem Male auf ihn ein: Das Schicksal, das er längst vorausgesagt hatte,
auf sein Volk und damit auf die Seinen. Denn so abgrundtief der Ge-
.^satz sich zwischen ihnen und den Zeitgenossen des eignen Stammes
° n geöffnet hatte, so trat in diesem Augenblicke auch nicht der Hauch
nes Zweifels auf, wo sein und ihr Platz in dem beginnenden Ringen sei:
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