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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Dichtung getragene neue Jugend von diesen Gefahren entfernte und sabden Umschwung des deutschen Wesens auch darin, daß diese Jugend ih rVolkstum groß und nicht im beschränkten Sinne eines Stammes auffaßte-Mit jedem Wachstumsschritte der künstlerischen Lebensgemeinschaftnäherte diese sich notwendig der Auseinandersetzung mit den staatliche"und gesellschaftlichen Zeitmächten, inmitten derer sie aufwuchs, und nochbevor dieZeitgedichte" diesen Zusammenprall dichterisch gestalteten*wiesen schon die Merksprüche der fünften Folge auf die tiefen Unter'schiede hin, welche den Kampf der neuen geistigen Gesellschaft von d« nstaatlichen und wirtschaftlichen Plänkeleien" trennte, die damals dieGemüter erfüllten.

Der besonders betonte Gegensatz zum Preußentum als einemsehrwirksamen aber aller Kunst und Kultur feindlichen System" faßte ein« 11ganzen Bereich dieser Unterschiede zusammen. Die überwiegend süd- ufldwestdeutschen Menschen, welche das erste Jahrzehnt der Blätter umfaßteempfanden das Preußentum als eine der deutschen Wesensart entgegengesetzte, ja fast feindliche Gewalt. Die Gründung des Reiches durch Bi s 'marck hatte zwar eine staatliche und wirtschaftliche aber keine geistig eEinheit der deutschen Stämme herbeigeführt. Das Reich selbst war i" 1wesentlichen eine Wirtschaftseinheit mit einem nicht einmal einheitl» 0durchgestalteten Beamten- und Militärapparat. Es war ohne tiefere v« r 'bindung mit den alten und neuen Bildungskräften des Volkes, und d»furchtbare Anklage Nietzsches nach dem Deutsch-Französischen Kriegverhallte ungehört.

Das preußische System war auf unserem magersten Kolonialboden, » aSohne völkische Grundlage und obwohl protestantisch bedingt, fast oh«religiösen Einstrom ausgebildet worden. Es hatte aus der Kargheit dlmöglichst gespannte Kraft, aus der Beschränkung ja Unterdrückung dTriebe die unbedingteste Pflicht des Gehorsams im Amte und aus deMißtrauen gegen jede natürliche Begabung die festeste Ordnung und Reglung aller verstandlichen Fähigkeiten gezüchtet. Es wollte den artlosaber bis zum letzten ja über das von Natur gegebene Maß zuverlässigeden liebeleeren aber in jedem Augenblicke tätigen und durch keine infl eErschütterung im Handeln beirrbaren Menschen: der staatlich war aDohne Gemeinschaftsgefühl, der unheroisch war aber von fragloserbereitschaft, für den Können und Müssen eins war, aber aller innere Dranur im Befehl, aller persönlicher Wille nur in Pflicht aufging. Es warunkünstlerische ungläubige Mensch in macchiavellistischer Vollendungkalt und unerbittlich in Amt und Rüstung, aber nicht hart und klarins Innere durchgestaltet sondern in seiner Seele eher trüb und wei

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