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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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weht, ein zögerndes Sichlösen von überkommenen Sichten, ein noch scheuesEnthüllen der neu geschauten Tiefen einhergeht. Der Natur dieses feu-rigen ja besessenen, von Freund- und Frauenschicksal geschüttelten Mefl'sehen war die schwere Treue eingeboren, welche selbst über dem Heerloschener Gluten in stummer Sorge noch schützend die Hände hält, un öauch der todbereite Opfermut, der dem vorgeahnten Ende lachend ent'gegengeht. Er war von hochaufgewachsener hagerer Gestalt, hatte z u 'weilen in den stürmisch geworfenen Gliedern noch etwas Kindlichspielefl'des, aber in dem hochfahrenden Kopf mit den aufwärts gerichteten große"Augen lagen Mut und Selbstvertrauen, auf der hohen breiten Stirne Klug'heit und Kühnheit und unter der schmalgebogenen zarten Nase sprudeltder volle fast üppige Mund vom Feuer begeisternder Rede über. So w»er unter Freunden und so ging er ins Feld: sicher, daß ihn, der alle u 01Haupteslänge überragte, die Kugel treffen würde. Als er in der Winter'schlacht in Masuren fiel, hatte er eben den Druck seines Platonbuch eSerhalten.

Das Buch das soviel sagt und dabei soviel verschweigt, ist noch langnicht ausgeschöpft.. es gab die Anregung für alle die später die Schöpfals geistige Gestalten der Geschichte auftreten ließen.

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