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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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mensein um der Sache willen", wie Piaton selber sagt,und durch Zu-sammenleben wird im Nu wie von springendem Feuer ein Licht entzündetund nährt sich, in der Seele erzeugt, dann auch selbst".

Als Schilderungen eigenen Erlebens blühten so George und den Seinendie Sätze Piatons auf, aber wenn sie in den zeitgenössischen Werken derWissenschaft nach solcher Spiegelung seiner Gesichte suchten, so fandsich nichts, was auch nur ein Verständnis dafür andeutete. Von der deut-schen Wiedergeburt Piatons durch die Klassiker von Winckelmann b lSHölderlin, von ihrem begeisterten Atem, der noch die Arbeiten Schlegel»und Schleiermachers beseelt und Piaton doch zum ewigen unantastbare 0Führer der Philosophie erhöht hatte, war nach der Mitte des 19. Jahrhun-derts nichts mehr übriggeblieben. Nach dem Zerflattern der gemeinsame 0Sphäre, in der jenes Bild erwachsen war, gab es überhaupt kein einheit-liches Bild dieses großen Menschen mehr und alle Bemühungen der Fof"scher drehten sich nur darum, sein Weltgebäude in Teile und Teilchenzu zergliedern oder seine Riesengestalt in das enge Begriffsnetz einer un-fruchtbaren Schulphilosophie hineinzuzwängen. Nicht die Wissenschaials solche sondern der wissenschaftliche Geist dieser Jahrzehnte, dieseehrfurchtslose Geist, der in allen Fragen höherer menschlicher Werte ver-sagte, verdarb das Erbe Piatons indem er es zu bewahren und zu hütevorgab. Gegen diese Verderbung erhob dasJahrbuch für die geistige *> e 'wegung" in den Jahren 1910 und 1911 seine Stimme, gegen dieses völheMißkennen seines Wesens und Willens schrieb Hildebrandt im folgendeJahre die Einleitung zu seiner Übersetzung des Gastmahls, in der z uersten Male ein Werk Piatons als einiges lebendiges Gebilde erfaßt wurd >er selbst wieder als Schöpfer volksbildender heiliger Sage, als Herrscheines geistigen Reiches erschien. Kurt Hildebrandt, der junge hurnaGelehrte von umfassender Bildung sowohl in den Natur- wie in den Osteswissenschaften, war ein Mensch von den zartesten Formen der Freunschaft und einer immer wohltuenden Ausgeglichenheit des Temperamenaber im Redestreit, wenn es galt das Fürwahrerkannte zu klären oderverteidigen, besaß er die zähe Fechtkunst eines sokratischen DialektikeAus all seinen Werken spricht der schöne Wille, seine hohe Erkenntnkraft in den Dienst des gemeinsamen Lebens zu stellen und aus diesWillen sind auch seine ersten Schriften über die Antike und Piaton &

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Nicht aus dem verneinenden Gegensatz zu dem verzerrten Platono 1der Zeit, sondern, wie wir sahen, aus dem Erlebnis der Dichtergem eschaft gingen die neuerschauten Bilder hervor, und hier geschah washeutiger Forscher zugesteht, daß die großen Neuerungen in der Geschi c

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