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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Folge schon so voll und hoch erklang, das kleinste Zeichen einer Ehrung*ür den Frühumnachteten der uns als Heller und Reiner, den schuldlosen"elbstopfrer der uns als Heiler und Schöner erstand.

Die nahe Verwandtschaft Hölderlins zu George leuchtete auf, als beider°ezug au f dieselbe Wende plötzlich sichtbar wurde. Piaton wurde ihmdadurch vertraut, daß jener eine frühere Wende einleitete in einer Art, dieln vielem an heute erinnert. George kannte seine Schriften von früh auf.**an hat auch darauf hingewiesen, daß schon seine frühen Dichtungen eins «hr genaues Wissen von der Antike verrieten, das er nur aus der Wissen-schaft geschöpft haben könnte. Aber man vergaß, daß er die wesentlichen^hriften der Antike und des Christentums im Urtext gelesen hat und daß^nige Seiten von Herder und Goethe, Schiller und Hölderlin ihm tiefereAnsichten in die Antike vermittelten als ganze Bände von Einzelwissen-c haften. Die Aufnahme rein stoffgeschichtlichen Wissens lag ihm in jenenf uhjähren ferner als je, und selbst den dichterischen Bereich der Antiketrachtete er mit frommer Scheu als einen noch unbetretbaren Boden unda chte nicht an seine unmittelbare Fruchtbarmachung für sein Werk. Erstu ßten die Weiten der neueren europäischen Dichtung, Dante und Shake-Peare, als weiteste Pole einbezogen werden, bevor die Blicke sich auf dieP f achgewaltigen des Altertums richten konnten. Er wartete bis aus inne-ern Kräftezuwachs das deutsche Auge stark und hell genug würde, ume °end in die verschlossenen Schätze einzudringen und weder die Feuer-te Nietzsches noch der Haß der Kosmiker gegen die Verchristlicher. Cr Seele machten ihn in dieser stillen Ehrfurcht irre. Sein Amt lag nichtj? n och so hoher Wißbegierde, sondern in der Schaffung von dichterischemlld und Menschtum, das dem höchsten der Antike gleiche und der Sprucher vierten Folge zur Jahrhundertwende verriet auch außer den Gedichten,as er schon auf diesem Wege erreicht und noch als weiteres Ziel vor sich>! h - Als aber nach dem SIEBENTEN RING die Grundart des geistigenrrschers und der von seinem Geiste gezeugten Söhne sichtbar wurde,s eine der antiken Wesenheit verwandte Gemeinschaft sich im Spiegelr Griechen wiedererkannte, blieben ihre Gestalten nicht mehr sehnend«reiste Fernbilder noch spukumwitterte Schemen: sie wurden wett-er nd umworbene Brüder eigenen Lebens, da Einer eignen Stammes£. d »hren Besten gleich über die heimatliche Erde gegangen war und denp ne n gefunden hatte, dem erLöser und Lader" ward. Vom höchsten^ aa r begriff der Blick der Knaben und Jünglinge die der griechischenq chte r- und Bildwerke in ihrer Artverwandtschaft, von der lebendigen^ mein schaft erfaßten sie in der platonischen das gleiche Verhältnis vonls ter und Jüngern und die gleichen Wachstumsgesetze der Freund-

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