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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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nis. So sah Hölderlin die alten und aus solchem gestaltenden Spiel derKräfte ersehnte er die neuen Göttersöhne, seineKönige der Endlich"keit". Denn er wußte und bis tief in den Ton der Worte fühlt er hier 0*George gleich, daß unter den Deutschen die neueGlorie der Endlichkeiterstehen werde, die nach dem ewigen Gesetz des Wachstums bei denGriechen unterging. Jetzt sah erim Geistestod der Menschen" wieder dieUmkehr der Zeit gekommen und nur was im Wesen Uranfang ist, sah ermit dem geschichtlichen Blick als Wiedergeburt der gleichen heldischer*Kräfte, die während der langen christlichen Nacht in stärkendem Schiageruht hatten. Der Gedanke des Übergangs ist die zarteste Form in derdie beiden ehrfürchtigen Dichter den nötigen Bestand und nötigen Unter'gang des christlichen Reiches sehen können.

So kehren in Mitte und Umkreis die gleichen Blicke in Welt und Schick'sal bei Hölderlin und George wieder, aber wenn wir die ganzen Die»tungen der beiden vergleichen wollten, so bliebe doch das Wichtigste ufl"gesagt und nur das gelebte Reich, das jener verkündete, dieser gründete»wird inSang und Geist und Gestalt" das ganze Geheimnis ihrer Einheioffenbaren,das Leben der Welt im Wechsel des Entfaltens und Ver-schließens, in Ausflug und Rückkehr zu sich selbst". Nur eins bleibt nocvon Hölderlin zu sagen, weil es dieses besondere Verhältnis seines Sehetums zum neuen Leben bestimmte: er erlebte wie auch George die Wirlichkeit seiner Schau am Menschen als Liebender und Geliebter. Als B"die von Jugend auf ersehnteArkadische Gestalt" lebendig gegenwärtigentgegentrat, vollendete sich erst die Schau seiner Welt.Ich glaube rflHölderlin", sagt Hellingrath,eine innere Welt, die mindestens zwei Mesehen gemeinsam wird, hat ein ganz neues, irgendwie von beiden unahängiges Dasein in der Zeit erlangt, während ihr, solange sie nur einegehört, gar nichts vom Dasein innewohnt". Das Schicksal hat die £cheit dieses Glaubens schon bestätigt. Daß Diotima, eine Frau die Trägerder Einung war, zeigt uns an, daß der Traum noch in Hölderlin beschickbleiben mußte, daß die Weltstunde zögerte ihmim Bund noch diesFreund" zu senden und mit der Einsamkeit des Menschen auch die »»samkeit des Geistes schon zu lösen. Aber er hatte das Geheimnis erfahr 'daß wie die Liebe einst die Welt gebar, die Liebe sie wieder gebären wund damit begann, was den einen Untergang, uns hellster Aufgang deucsein Heldengesang. Der Mund des Dichters war durch die Liebe vBann der Zeit erlöst, und das heilige Loblied zu singen, schien ihm g otgleiches Leben. Man mag solche Worte wieder zurzügellosen "Schätzung Hölderlins" rechnen, uns scheinen sie nur das dürftigste Z enis eines Dankes, der in den Gedichten des STERNS und der zehn'426