"*r Töne und wie in „Den Entschwundenen" ein Verdichten des nächstenle isesten Geschehens zu weithin schaubarem Schicksal.
Mit sechs Sprüchen und dem „Schifferlied" Georges schließt die Folge.ß ie Sprüche sind eine dichterische Gegenform zu den „Gesprächen", sieCf ithalten nicht wie diese große überzeitliche Weisheiten und Verkörpe-run g von Natur- und Seelenmächten sondern Weisheit der Gelegenheit,^ie Goethe sagen würde, sicheren Rat der Stunde und jenes zarte Winken*« Wimper und Finger, das allein den großen Erziehern und Bildnern derMenschen eignet und dessen Befolgen oder Nichtbefolgen durch die Be-ratenen über das ganze Leben entscheidet. Das „Lied" dagegen, das zu-ers t am Schluß der neunten, jetzt als „Schifferlied" in der zehnten Folgeav) ftaucht, ist die Gegenform zum heiligen Loblied, zur Hymne. Erinnern^ lr uns der harten Worte, die in den Einleitungen zur siebenten Folge"er das Verhältnis von Volk und Kunst und über das Volkslied im he-ueren bei den Deutschen gesagt sind, so mag es erstaunen, daß der Dich-er auch zu diesem Mittel des Ausdrucks griff. Aber eben dort steht auchle Lösung dieses Widerspruchs: „Die Behauptung", so heißt es in der' e benten Folge, „alle Kunst hat ihren Ursprung im Volke, ist entweder' ne Selbstverständlichkeit (Plattheit) oder eine längst überführte Lüge.u nst ist höchster Ausdruck eines Volkes." Ist sie dies, so sind ihr keinea gen des seelischen Lebens, soweit in ihnen das Wesen des Volkes ver-atl gen ist, fremd und es hängt nur vom Umfang seiner Kräfte ab, ob der,r hter mit dem Wipfelnächsten auch das Wurzeltiefste in die dichte-Is che Gestaltung zwingen kann. Wir sahen George von Beginn an alle° c h lebenhaltigen Bereiche unseres Volkstums durchkreisen und in seiner k einbeziehen. Hier lag nach dem Preisgesang auf die höchste Kronetiefst noch ein letzter fast vergessener Ring des deutschen Hortes auf^ Stromgrund unserer Sprache: das urtümliche Lied. Wir geben ihmle Bezeichnung „Volkslied", obwohl sie seinen Sinn bei George nicht er-* ch öpft. Es erinnert an die Urzeitgedichte der PILGERFAHRTEN und desL GABAL, aber rührt nicht an den geschichtlichen sondern den stets ge-e nwärtigen Grund der Seelengeschicke im völkischen Leben. Zwischen111 Und der Hymne liegt die weiteste Spanne der dichterischen Formen.e sind beide nicht Ausdruck des vereinzelten persönlichen Gefühls son-e m Urlaut der Gemeinde, die Hymne bewegt sich in erhabenen Vor-Ölungen, das Volkslied in erdgebundenen mit Ort und Haus verwachse-en Bildern. Während das Loblied daher das Verweilen beim Dingver-teten und Einzelstehenden fast als unheilig vermeidet, ist dies geradeClm Volkslied der nötige Kern, in dem die dunkleren Strahlen sich fan-n - Denn wie die Hymne die hellste geistige Stimme, so ist das Lied die«7
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