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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Die Jünglingsbilder dieser Gedichte scheinen in Wuchs und WesenWiedergeburten von Hellas zu sein und doch sind es deutsche Jünglinge,b eide vom ewigen Jäger Eros getrieben, aber der eine bezwingt sein drän-gendes Übermaß und dieZwölf Sonette" sind in ihrem Ton schon beist ärkster Leidenschaft von höchster Bändigung, welche die fruchtbareFügung im jungen Stoff verbürgt. Der andre bietet den Pfeilen des Got-e s offen die Lenden dar, preist ihn noch als Opfer, und im Vertrauen aufle Geschmeidigkeit und Schnellkraft seiner Glieder versucht er sich über-mütig j m schwersten Zwang und gewagtesten Spiel. Es ist kein Zufall, daßn beider Gedichten die Gestalt des Alkibiades auftaucht, beim erstens der Allzuwissende Tief berechnende, der nur in schicksalswichtigemu genblick vom Traumwink der Götter gelenkt wird, beim zweiten als deraßlos taumelnde irrende prächtige Brand, der sich und die Größe Athense rnichtet. Aber zugleich erscheint er im fünften Erosgesang als e . r ^ nt ergangswillige und Fallbereite, der trotz seines Verrates von dern *tigen Jugend bestaunt, ja verehrt wird und die heldische Tat in ihrec kt. Ein aus Hellas gewonnenes aber in der Wertung dem Griechendenkbares Bild! Viel mehr gehört es zum germanischen Schicksal. In. din selbst, in Hagen von Tronje, in Heinrich dem Löwen, ja noch. Schillers Posa und Jean Pauls Roquairol steigt dieser seltsamere ulose auf, der verrät und dennoch groß und bewundert als Heldrc h die Zeiten geht, der sich seinem dunklen Dämon opfert und dochn Samen des Lichtes säet. Nichts scheint solchem Fühlen ferner zu lie-s en als das lichtreine Wunder Hölderlins. Und doch ist es dieselbe'lime, die hier sein begeistertes Lob singt, derselbe Mund, der Hölder-. s Gedichten im Hersagen den vollsten glockentiefsten Klang gab. AuchTo n der eignen Gedichte schwingt die Hölderlinische Helle mit, abere Erosgedichte haben eine nacktere leiblichere Bildprägung als der Raumj,, r Klassik und die keusche Seele des frühen Schwaben es erlaubt hätte.ne ganze Welt dionysischen Aufbruchs liegt dazwischen und mehr^ c °: der Evier und der Eros, der Herr des trunknen Herbstes und der^ err der Fackeln, waren seit dem SIEBENTEN RING zu einer Gestalt ge-u r aen: das Göttlich-Wilde hatte sich dem Göttlich-Flammenden vereintq f ärbte die Dichterwangen dunkler und brennender zugleich. Es ist der

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der uns mit sehenden Augen in das verwirkende Tun treibt, derIH c , ere Vorsicht blind macht, unserer Vernunft spottet und uns höhnendh a . C nd de n Stachel in die Wunde drückt, die wir uns selbst gewähltf iti n *" >en von * nm Getriebenen lehrt kein noch so kluger Satz ein Ent-laß en Und nur der Stolz rettet, bis zur letzten Not das Schicksal zu be-

aas er bringt, und den noch zum Herrn zu wählen, der unser Herz

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