Ergreifens dessen was ihn quält und freut; noch die höchsten eisigen Forsteumkreist er leicht und flügelschnell und erhascht vom günstigen Augen'blick mehr Schleier als Leib. Aber welche Gebiete die beiden auch durch'irren, welche Massen auch des ersten ton-schleudernde Stimme in verwtfrender überschüttender überspülender Fülle häuft und ballt, und welchFäden des andern kluger Finger auch zu feinmaschigen Netzen für seinflüchtigen Geister verknüpft, in beiden ist der äußere wie innere Sinn aüdas beherrschende Eine gewendet auf das sie all ihr Schweifen und Flüg elrichten, an das sie all ihr Süchten und Sehnen gebunden wissen, in defür Gundolf auch die liebende Zweiheit aufgehen, aus dem für Wolfsk e "auch die Götter der Helle wiedergeboren werden sollen. Ihre Geburt vefherrlichend hat Wolfskehl in den vier Gedichten „Der Brunnen, "'Kuppe, Die Kelter, Die Bucht" einmal die syrisch-lybische Wüstengh*und das Tauchen ins Unerlotbare ganz verloren und beinahe ein Gr*chisch-Deutsches in sich zur Erscheinung gebracht: das tiefe und dochelle Bild, die rauschbewegte und doch festumrundete Gestalt. Danebehebt sich die schwarze Saat um so furchtbarer ab, aus der in den Gedicten des Fimbulwinters und anderen, das mythische Gegenbild der untegehenden Welt erwächst: die lüsterne Wut der Selbstvernichtung, jaSelbstverzehr bis zum eignen Schoß und Samen. Gundolfs „Staatsgdichte", in denen er den gleichen Vorgang des Auf- und Untergangesden Mächten der Zeit erscheinen läßt, wirken dagegen fast wie ein gl uC ,lich-ruhiges Schweben über einem Unheil, das ihn nicht berührt undgleicher Erregtheit des Herzens ist seine Gebärde mehr die des Lehrendder die Gedankenwuchten sichtet und ordnet — so wie wir ihn kannteim Wiegen der schlanken Glieder auf und nieder gehend, die schwablauen Haare über die hohe Stirn zurückwerfend und den Blick der heAugen nicht auf die Freunde richtend, sondern weitab, als wollte er elverhangene Ferne durchbohren.
Während so bei diesen das Widerweltliche noch als düstre Umlager uoder zu bewältigendes Wissen heraufgeführt wird, ist es bei dem mittl ePaar, das Hand in Hand den Weg zum Meister gefunden hatte fast voin der Strahlung des neuen Glückes versunken. In wenigen GedichtenWolters taucht noch ein Rückblick auf die große Leere auf, als diedas frühere Dasein erschien, aber es ist mehr ein grollender Unmut %>die verlassenen Schemen, ein trotziges Sichaufbäumen gegen alle Scnken, die den befreiten Schritt noch hemmen wollen und dann ein jubelnDurchbruch ins neue Licht. Was in „Wandel und Glaube" noch als E l &bezirke „das Reich" umlagerte, ist in diesen Jahren der geistigen Wlung und Durchdringung der herrscherlichen Mitte zugeströmt, sein
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