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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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umgab, den gewonnen, der nur dem Pochen öffnete, das er als seiner Arerkannte. Denn seine Not war nur aufhebbar durch solche, die ihnseiner höchsten Würde erkannten. Gab sein Land sie ihm in diesemeinzigfreien augenblick", so war der Sieg erkämpft und zur Gottesherrschatder Gottesdienst errungen: die innerste Zelle des Erdentempels war wiedergereinigt und leuchtete von eigner Flamme: dem heiligen Loblied, demgöttlichen Chor, der den STERN DES BUNDES beschließt.

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8. KAPITEL: DIE ZEHNTE FOLGE

IE derStern" die Gründung so verkündet die zehnte Folge der

Blätter die Ausstrahlung des geistigen Reiches. Sie erschien rrn

Herbst des Jahres 1914 einige Monate nach dem Ausbruch des Kriege >

war aber bis auf die letzte Strofe derStaatsgedichte" schon vor seinen 1

Beginn vollständig zusammengestellt.Es lag kein Grund vor", berner

ten die .Nachrichten',das Erscheinen hinauszuschieben, da unsere W a

tung vor und in den Ereignissen des Jahres sich gleicht. Auf den Verwei 1

daß es jetzt nicht der Augenblick für Gedichte sei, antworten wir mit J ea

Paul, daß vielleicht keine Zeit den Dichter nötiger hat, als die ihn a

ehesten entbehren zu können glaubt."

Fast mehr noch als in den beiden vorhergehenden zeigen die Gedicn

dieser Folge ein Gesamtgesicht. Sie sind alle dem Grund des gemeinsam

Lebens entsprungen, aber stellen es nicht als eine allgemeine Grunda

sondern jeweils als die besondere Äußerung eines Eigenschicksals 0

Dichter dar, sie kennen das Schöne nicht als abgezogenen Begriff, nl

als lehrbare Gattung sondern als höchste Erscheinungsform des Emz

lebens, in dem ein schönes Gesamt sich den geistig-sinnlichen Körper

schafft. Die Dichter sind Träger und Äußerer der gemeinsamen Kr

geworden und zum äußeren Zeichen dieser Wandlung sind alle Verfass

namen in dieser Folge weggelassen. Das bedeutete kein Verstecken

Personen, denn Anordnung und Stil machten die schon bekannten alte

Verfasser leicht erkennbar, aber einmal entsprach es dem Bewußtsein

der Unwichtigkeit des Einzelnen gegenüber der schöpferischen Sph 3

der er entstammte, zum andern war es ein nötiger Schutz für die Junge "

denen auf diese Weise eine frühzeitige Verbindung mit der öffentlich

erspart wurde wie es in der Frühzeit der Blätter schon auf andre VV

geschehen war. Denn freilich sprachen diese Gedichte der Zehnten

geheimsten und köstlichen Gut der Gesamtheit wie der Einzelnen

\/erdiesen Jahren. Sie sind ein einziger vielstimmiger Chorgesang zur

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