umgab, den gewonnen, der nur dem Pochen öffnete, das er als seiner Arerkannte. Denn seine Not war nur aufhebbar durch solche, die ihn lßseiner höchsten Würde erkannten. Gab sein Land sie ihm in diesem „einzigfreien augenblick", so war der Sieg erkämpft und zur Gottesherrschatder Gottesdienst errungen: die innerste Zelle des Erdentempels war wiedergereinigt und leuchtete von eigner Flamme: dem heiligen Loblied, demgöttlichen Chor, der den STERN DES BUNDES beschließt.
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8. KAPITEL: DIE ZEHNTE FOLGE
IE der „Stern" die Gründung so verkündet die zehnte Folge der
Blätter die Ausstrahlung des geistigen Reiches. Sie erschien rrn
Herbst des Jahres 1914 einige Monate nach dem Ausbruch des Kriege >
war aber bis auf die letzte Strofe der „Staatsgedichte" schon vor seinen 1
Beginn vollständig zusammengestellt. „Es lag kein Grund vor", berner
ten die .Nachrichten', „das Erscheinen hinauszuschieben, da unsere W a
tung vor und in den Ereignissen des Jahres sich gleicht. Auf den Verwei 1
daß es jetzt nicht der Augenblick für Gedichte sei, antworten wir mit J ea
Paul, daß vielleicht keine Zeit den Dichter nötiger hat, als die ihn a
ehesten entbehren zu können glaubt."
Fast mehr noch als in den beiden vorhergehenden zeigen die Gedicn
dieser Folge ein Gesamtgesicht. Sie sind alle dem Grund des gemeinsam
Lebens entsprungen, aber stellen es nicht als eine allgemeine Grunda
sondern jeweils als die besondere Äußerung eines Eigenschicksals 0
Dichter dar, sie kennen das Schöne nicht als abgezogenen Begriff, nl
als lehrbare Gattung sondern als höchste Erscheinungsform des Emz
lebens, in dem ein schönes Gesamt sich den geistig-sinnlichen Körper
schafft. Die Dichter sind Träger und Äußerer der gemeinsamen Kr
geworden und zum äußeren Zeichen dieser Wandlung sind alle Verfass
namen in dieser Folge weggelassen. Das bedeutete kein Verstecken
Personen, denn Anordnung und Stil machten die schon bekannten alte
Verfasser leicht erkennbar, aber einmal entsprach es dem Bewußtsein
der Unwichtigkeit des Einzelnen gegenüber der schöpferischen Sph 3
der er entstammte, zum andern war es ein nötiger Schutz für die Junge "
denen auf diese Weise eine frühzeitige Verbindung mit der öffentlich
erspart wurde — wie es in der Frühzeit der Blätter schon auf andre VV
geschehen war. Denn freilich sprachen diese Gedichte der Zehnten
geheimsten und köstlichen Gut der Gesamtheit wie der Einzelnen
\/erdiesen Jahren. Sie sind ein einziger vielstimmiger Chorgesang zur
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