sammenschluß leiblicher Glieder zu einer geistigen Einheit, die aus denGräften der einzelnen gebildet ist ohne sie in ihrem Range aufzulösen.u nd die dennoch eine höhere Kraft ist als die aller Glieder: aber mehrüblicher Staat als der tönende Lichtleib Dantes und doch mehr geistigesReich als der gesetzhaft geschichtete Staat Piatons.
Dieses Reich hatte seine Bekenner schon gefunden, aber erst indem
D ER STERN sie als dichterische Gestalten mitgebar, waren sie im neuen
°>nn auch seine Gründer. In welchem Range und mit welchen Kräften sie
George in diesen Jahren dienen mochten, sie waren gleich in der unbe-
ain gten Hingabe an ihn, den Herrscher und Meister und Minner und
ste llten auch als wenige den ursprünglichen Fug eines ganzen Reiches
ar > den „rechten mit- und auf- und unterstieg", das einige Leben mit sich
*■* dem Führer und mit jedem an ihn Gebundenen, wie das letzte Zehnt
s >n die gemeinsame Sphäre erhebt. Sie hatten „das Wunderwerk der
n dlichkeit" aus seinen Händen empfangen, für sie gab es kein Sein mehr
as nicht weltlich, keine Welt mehr die nicht geistig, keinen Geist mehr
er nicht leiblich und von der Mitte bis zum Umkreis von der Glut des
°ttes durchströmt war. Sie waren vom Sinn des Wortes durchdrungen:
ei m du heute nicht nimmst, bist du morgen arm, wenn du heute nicht
c hön bleibst, bist du morgen nicht stark, wenn du heute nicht wirkst
lst du morgen machtlos. So waren sie dem Gegenwärtigen die Glühenden
n d Inbrünstigen, die Widmenden, die mit all ihrem Sein und Haben Aus-
ru ck des großen Lebens sein wollten, das ihnen gegeben ward und wurden
ac h dem Sinn seiner Botschaft die Ergriffenen aber auch Ergreifenden.
le Berufenen aber auch Berufenden. Sie waren keine eifernden Verbreiter
l ler Lehre noch starre Verweser eines Wortes und bedurften keiner Preis-
oe irgendeines persönlichen Wertes. Aber jeder wußte sich mit all
* n em Besonderen und Eigentümlichen nur wert, solange er vor dem
u hrer bestand, nur an seine Mitte gebunden, solange die lebendige Fähig-
lt des Blühens und Wirkens, solange die Liebe brannte. Denn wie der
e,s ter mit keiner Fessel als der der Liebe band, so duldete er auch keine
är e Fessel als die der Liebe. So lassen die Gedichte ihre Leben erschei-
en > wie jedes in Gefährdung und Näherung zu ihm kam und mit ihm
eis te, u n d ob die einen in allen Überlieferungen und Kämpfen der Zeit
gewachsen waren oder die anderen noch in frischer unberührter Jugend
J hm gefunden hatten, ob der im düstern Grauen, der im hellsten Wissen,
. tat »g wagend, der träumend, der zögernd-schwank und der dunkel-
ne nd seinen Weg ging — in einem hatten sie sich alle aus der Um-
s ^ lcku ng der Rückgewandten und Eingereihten gelöst und das Unwahr-
Cl nliche getan: dem sich hingegeben, der außer allem stand, was sie
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