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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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erfüllend von dem der erste, Meister und Künder des Schönen, ausging-Hier am Ende des männlichen Hohenliedes verschmilzt in unserer Ge-schichte zum ersten Male soweit uns zu sehen erlaubt ist, Gestaltungs-geheimnis und Liebesgeheimnis, die Urkraft des formenschaffenden Gei-stes mit der Urkraft des glutenschaffenden Blutes in eins zusammen: demirdischen Rausch vermählt sich die ewige Helle, der sehnenden Armut derbleibende Reichtum, dem vergänglichen Schönen die unvergänglichDauer. So schafft er, Dichter und Minner in einem: Werk und Leib, Taund Reich, Gott und Held.

Wie sich dies in Zeit und Boden vollzieht, ist der Gehalt des dritter 1Buches, das die Mitte und Grenzen der Herrschaft, die neuen Tafeln derSitte, Gesicht und Art der ersten Bekenner darstellt.Denn auf welchebesseren Augenblicke als die nun durch göttliche Fügung gegenwärtigsind, sollen wir warten?" fragte einst Dion den Piaton. Und der Meiste 1wußte: trotz aller Gegenwucht steht heute der Stern über der Welten-stunde in Deutschland günstiger als damals in Sizilien. Mit einem Heiruf an die frische Morgenerde, an das junge Licht und alledie in seinestrahlen gehn" beginnt er den Kreis des geistigen Reiches zu umschreiben-in dem die Kinder des Volkes in Söhne des neuen Loses verwandelt weden, den zu durchfahren ihr Amt, den zu verlassen ihr Tod ist. J ede 'selbst die Träger der alten Wappen wissen heute: es gibt keinen Adel voSchild und Krone mehr, und die Berufenen und tauglichen Söhne der Wawachsen stammlos aus dem Volke empor, nur erkennbar wie von J eridie Götterkinder am Leuchten des Leibes, am Glanz ihrer Augen, aTraum auf ihren Stirnen. Aber sind sie erlöst, so bindet sie der neue Fug-sie müssen fernbleiben denfrauen fremder Ordnung", den Lockungen «sinkenden Zeit, um stolzen Hauptes und freier Glieder durch den begmliehen Tag zu gehen. Denn den schönsten und stärksten Gott glaubewissen sie sich selbst in ihrem Wesen schön und stark, weil ihm nur g laben kann, wer leiblich seiner Artung ist. Die Kraft des Blutes kann wogeweckt und geleitet, aber niemals mitgeteilt noch gelehrt werden uwessen Blutkraft erlahmt, kann weder glauben noch halten, was er eingeglaubt hat. Der Gott liebt nur den Lebendigen und nur der Lebend &liebt den Gott. Weder die Lehre der Freiheiten noch die Lehre der Zwanglaufe können die beirren, die sich im neuen Wort und Volk beschlo

fühlen. Im Dienst des Herrschers, der sie aus allen Zweifeln und Zwäng

r fürsprengte, vollbringen sie diebedingte Arbeit ihres Tags". Wenn ei

diesen neuen Stand die neuen Tafeln, die inneren Ordnungen seines R clverkündete, so bedeuten auch sie nicht die Aufstellung von Lehrsätzen,Verstand oder guter Wille als Vorschriften erfassen und nutzen könn404