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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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durch den Älteren, es ist mehr als dies: die Zeugung eines Göttlich-Drittena us der leidenschaftlichen Liebe des Führers und Geführten, dessen glü-hendste Erscheinung nur dem einen Umlauf ihrer Liebestage eignet unddennoch beiden bleibt: dem einen leibliche Erfüllung seiner Sendung deman dern Leibwerdung seines edleren Selbst, das Erwachsen des Gottesant-

'tzes durch den persönlichen Stoff. Denn nur wo das Ich die EinzelzelleSe mer Gefangenschaft sprengt und in stetem Geben und Nehmen die Le-

enskräfte fließend im Liebesringe umgetrieben werden, entsteht neueGeburt.

Wie die Welt in morgendlicher Frische ewig aus der Nacht erwacht, dasenschengeschlecht sich in Kindern dunklen Schoßes neugebiert, so muß

Uch (jg,. Samen des Geistes aus jungem Blute erstehen, damit sein Bild

, Cn stetig im gleichen erneue und weiterzeuge. Das Jugendliche ist auf

der Stufe des uns erfaßlichen Daseins die höchste Gewähr des Lebens

'°st und Völker denen es wie Hellenen und Deutschen als die schönste

ei nsform der Alter erscheint, zu deren Erzeugung und Bildung der Dienstle r anderen Kräfte erfordert wird, erfüllen am reinsten das ewige Gesetz

er Wandlung vom gewordenen hin zum werdenden Wuchs, von der ge-a hlos ungeborenen zur immer neu erblühenden Gestalt der geborenenMebe.

Ihren faßbar-unfaßlichen, greifbar-unbegreiflichen Herrn denGott der

. e " undGott der Frühe" besingt das dritte Zehnt, ihn der ewigen

te rs und doch Kind der heimatlichen Fluren ist, der in tausend Gestalten

er die Erde wandelte und nun wiedergeboren in neuer jugendlicher

Ur de kommt. Er ist schön aber herb, glühend aber stark, sucht nach der

l 8en Stunde der Besamung die rauhe der Mühen und Gefahren, reißt

en Zögernden mit in seine Wirbel, weist den Drängenden auf die Stufen

1IJ er höheren Würde: Bezaubrer der entrückten Stunde und Lenker zu

Pfer, Kampf und Tod! Er ist der Eine und doch Vielgestaltige, der ganz

genwärtige und immer Vernichtungsfrohe: die Stunde seines Gehens

lSs en und ihn halten wollen über den gewährten Umlauf, heißt das Leben

rs tören das er bringt, den Gebundenen freilassen nach dem zeugenden

U &enblick, heißt ihn der neuen Flamme zur Wiedergeburt geben. Und

Ie der Gott so ist auch sein Minner auf die vielen Schönen gerichtet, er

j. nn * keine Bindung an Schwur und Gesetz, da er in vielen das eine Gött-

h-Schöne zeugen will und seinen Samen in jeden von ihnen senkend sich

allen erfüllt. In vielen Schönen zeugend wird er darum von vielen

* le bt, die von ihm die Flamme empfangen haben, und sie binden ihn

^ ht an sich sondern sind durch ihn an das Göttlich-Schöne gebunden,

si e selbst wieder zu Starken und Zeugenden macht: so den Kreislauf

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