Se ine leibliche Erscheinung hatte dem Dichter den letzten Blick in die
Würde des irdischen Lebens geöffnet und sein Sternenweites Mühen ganz
"i dem engen Heiligtum des Leibes begrenzt, erst sein Opfer hatte dem
«eher das Geheimnis der Gottwerdung in Mensch und Volk erschlossen
ÜI *d ihn ganz in diesen Erdentag gebannt für den er gesandt war. Was in
Bellas aus ungewuflter Wurzel als blühendes Gewächs gelebt hatte, war
ni in als Blüte des Geistes neugeboren: die Diesseitigkeit Gottes und die
^°tthaltigkeit der Welt: der göttliche Mensch. Leise klingt durch die
v erse noch ein Schauer vor dem Unendlichen und Grenzenlosen, dem Un-
a ßbaren und Unnennbaren, das nur in Göttern und Göttersöhnen erschei-
ne n kann, lauter ein Schauer vor den Tagen, als in der brünstigen Sehn-
Uc ht nach höchstem Geschehnis das Endliche, Gewachsene, Geformte
Uc h das schon Gewonnene zu zerflattern und zu stürzen drohte. Darum
ei gt der Dank zum „Retter" der lebend vom Zeuger erweckt ward und
leidend den Erwecker zeugte, daß er nun mit ihm den ganzen Raum
r Zeit durchwachse und ihn aus tausend Leibern wiedergebäre: den
"Seist der heiligen Jugend unsres volks". Denn diesen ruft nun der Künder
vielen Erscheinungen, diesen erkennt er im Sehnen der Väter und im
Pruch des frühen Sehers wieder, diesen weiß er im deutschen Stamm ver-
'"> den vor dem uralt bewahrten Erbe der Nachbarn das eine kennzeich-
et: daß noch ein Unverbrauchtes Unangetastetes seine Wurzeln nährt
d befähigt, in Zeiten der Not und der Wende plötzlich und unerwartet
a s heilende Wunder, das alle Errettende hervorzutreiben. So erscheint
er Gott am Schluß des „Eingangs" in seiner neuen Wesenheit, der gleiche
. nt * dennoch ein andrer, der Schöne und Hehre, der erstmals kam und
me r wieder aus dunklem Schoß und hellem Stern geboren wird: in höch-
er Weihe als Geist der Runde, in höchster Vollendung als Sohn der neuen
ens chenmitte.
^ , Us dieser Wesenheit erblühen in notwendigem Wuchsgesetz die drei
^ Clle des STERNS: der erste den Schicksalsgrund und die Zeitwende, der
eit e die wirkende Liebe, der dritte die Gründung des geistigen Reiches
Essend.
w as erste Buch stellt den Dichter als Künder des Gottes, als Richter der
q lrler welt, als Scheider des Unzulänglichen dar. Mit der Frage an die
tt: heit des Alls nach der Berechtigung des Dichtertums zur höchsten
'gäbe an der Zeitenwende hebt es an. Die Frömmigkeit des Dichters
s e SCht nach dem besonderen Rechte seiner Sendung, nach der Eignung
v nes Sc heinbar leichten Klangspieles vor der Gewalt der göttlichen Ge-
u ter - Ewiges Gesetz und eigener Weg gibt die Antwort. Denn in welchen
wi e vielen Formen sich die Verkündigung des Göttlichen auf Erden
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