die Ganzheit seiner Person wurde erst in den Zusammenkünften sichtbar,die in Berlin, besonders in den Monaten der Anwesenheit Georges, inregelmäßiger Folge, in München einen größeren Kreis umfassend zu Licht-meß oder Pfingsten stattfanden und bald in gemeinsamer Schulung, bald■ leichterem Spiel, vor allem aber in gemeinsamer Feier zeigten, wiejeder war und wuchs. Zu solcher Feier wurden keine Tempel noch Schlös-ser bedurft sondern eine Berliner Mietwohnung, ein Münchener Dach-Seschoß, einfache Holztische und Bänke, die mit Polstern auch als Lagerdienten, auch brauchte man keine Kerzen noch goldne und silberne Ge-mäße noch kostbare Kleider und Bilder, sondern schlichteste Gewandung,e 'n einfaches Mahl, Kranz, Obst und Wein — alles andre war Gedichty nd Gespräch, Blick und Gebärde, Sinnen und Lachen — und dennochUnendlich mehr: ein Nichtzusagendes über Glück und Leid doch nicht°hne sie. Es war ein Raum außer der Zeit, ein Leben außer der Bedingt-heit in den Goldstrom der ewigen Kugel getaucht, wo innerste Seele zuüblicher Geste wurde und einmal die ganze Blütenkrone dem Lichtea Ufschloß. Wir müssen dieses Wenige davon sagen, weil wir glauben, daßs °lches Leben rein menschlicher Gemeinsamkeit, der Keim aller ReicheÜR d Staaten in ursprünglicher Reinheit, nur so an der Wende der Welten-Jahre erscheint, wenn ein großer göttlicher Mensch die Seinen mit sich"inaufreißt und der Geist noch nicht die Masse der Kräfte und Dinge zunöt igen Formen zu spannen braucht,"ies alles war möglich weil in seltner Feierstunde ein ewiger Atem alleür chdrang, ein adliges Maß die Leidenschaften und Erschütterungen imGleichgewicht hielt: da fiel kein Wort vom Gotte, sondern er herrschtea > weil alle ihm dienten und er erschien als Ehre der Starken wie derew andten, der Klugen wie der Zarten, weil sie gleichen Wesens schön° n ihm glühten. Denn die Erschütterung im Schönen als zugleich dem•efsten Sinn und der klarsten Gestalt der Welt, war immer von neuemas ganze Geschehen der höchsten Stunde, das Gedicht im Einzel- oderern einsamsagen die Begehung der Feier. Dem der nichts weiß von der^eckenden und gestaltenden Wirkung des gesprochenen DichterwortesCSa gt das nichts, dem der es erfahren hat, ist es Teilhabe am Weltganges Dichters, wie wir es nannten, und an der Wiedererweckung der Un-üblichen, ist es Lautwerden der ewigen Zeichen für das Unaussprech-. lche in Maß und Klang. Daß das Gedicht den tiefsten Ernst des Lebensaer spielendleichten Bewegung seiner Töne und Schritte zugleich auf-e °t und als Sinn und Bild erscheinen läßt, zeigt es nur mehr als vollsteUßerung der lebendigen Mächte. Es macht uns deutlich, warum dasc "terische Ergriffensein im Gegensatz--zu jeder Teilkraft die einheitliche
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