das ganze ungeheuere Eisengefüge einer scheinbar undurchdringlichenUnd unangreifbaren Gegenwelt mit kaum zur Abwehr erhobenem FingerUnd offener verächtlicher Geringschätzung hindurchging, und zuletzt dieÜberwältigende bindende Liebeskraft seines Herzens, das Ehrfurcht Dienstü nd Opfermut nicht forderte sondern erweckte, weil er selbst das höchste"orbild dieser Verhaltungen der Seele gab und war — dieses ganze strö-mende Durchdrungensein von Tatkraft und Schaukraft, von KampffreudeUnd Bildnerwille, von Zeugungslust und Empfängnisstille war nicht bild-en sondern wirklich die neue geistige Herrschaft. Das war das Reichlc ht als innerer Traum noch als kosmischer Rausch, sondern als gegen-wärtige Gegebenheit, als mensch- und volkumformende Gemeinschafter er die George und seinem Gott dienten.
Das junge Geschlecht, das bisher den Staat fast als einen dem geistigene °en feindlichen Bereich betrachtet oder als abgestorbenes Gehäuse ause ' n em Denken ausgeschieden hatte, lernte ihn nun in dieser Form als, ne aus der Dichtung geborene ewige menschliche Notwendigkeit kennen,der das gleiche Gesetz, das im Weltganzen die bewegten Mannigfaltig-sten zur ruhenden Einheit bindet, die herrschenden und dienenden Kräftefeinander bezieht und zu einer leiblich-geistigen Ganzheit einigt: esr nte staatlich denken und handeln, weil Herrschaft nicht mehr rohe°ffliche Macht sondern Befruchtung durch den Quell der höchstenCnö pferischen Liebe, der Dienst nicht mehr plumpe Pflicht und toterWa ng sondern Empfängnis im Ebenbürtigen und das Aufblühen des ein-el nen in der höheren Macht des Ganzen war. „Der Herrscher umgreiftIe Weitesten Forderungen des Dienstes, und weil er sie selbst in einer^ ra nkenlosen Hingabe erfüllt, fordert er sie seiner Natur nach voner n» was in den Bann seines Reiches tritt, als notwendigen Ausgleichr ihm verliehenen Kräfte, ja gleichsam als Raum für den Kreislauflr *er strömenden Gewalten. Denn die Selbsthingabe ist kein Verlust derSenkräfte, wie uns die Toren glauben machen wollen, sondern das not-ndig e öffnen der empfänglichen Kraft der Seele, das Berührtwerden, r 'nnersten Keimzelle und das Erlöstwerden aus dem toten Kerker der"isten geistigen Unteilbarkeit, des individuum infecundum. Nur das^haltlose Opfer des eigenen Wesens an die höhere Wesenheit macht
u.!' nur die reinste Aufnahme der Herrschaft weckt das Gebundene.-------
, le der Herrscher sein Verhältnis zum Weltgrunde als Kult erfaßt, sou der Dienende sein Verhältnis zum Herrschaftsgrunde als Kult erfaßts , da er so sein Einzelwesen in einen gültigen Kreis des Daseins be-^ °ssen, seinen Geist in die nährende Atmosphäre gerückt hat, durcher am Atem des Ewigen teilnimmt, formt sich sein Inneres in Werk
38i