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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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stände' 1 sondernals Urseinsformen, die nur von ihrer höchsten sinnbild-hchen Gestalt den Namen bekommen haben", als ewige Bilder des Geistesa n deren gewaltiger Größe das wache Auge erschlaffte Zeiten messen undlernen muß, lebendige und tote Gegenwart zu scheiden. In noch schroffererAbwehr als bisher trennte der Dichter in den Einleitungen und Merksprü-c hen der achten und neunten Folge seine Welt von der gepriesenen desFortschritts und der Scheinerneuerung ab, die schon Verbesserung auf Ver-besserung häufend an sich selbst zu zweifeln anfing,als ob in dieser best-Seordneten aller Welten ein Wesentliches nicht versorgt sei und ein Edel-stes verloren gehe". Er wußte, daß weder die platten Lehren des Materialis-mus noch die Deutelkünste einer angewandten Mystik, weder ein Sich-Ver-lere n an das Grobstoffliche noch ein Sich-Verflüchtigen im Stofflosen hel-en konnte, sondern ein frommes, tätiges Innestehen in gotterfüllter Welt,le es die Weisen und Dichter des Altertums und sich an ihnen messend die« r oßen weltlichen Dichter christlicher Zeit gewiesen hatten. Ihr Erbe wah-e nd rief er sie selbst zu Kronzeugen seiner neuen Herrschaft und zume 'eit des neuen weltfrommen Menschen auf.

4. KAPITEL: DIE KRONZEUGEN

A LS am deutschen Strome der RufHellas ewig unsre liebe!" und diesehnsuchterschütterten Strofen über dierötlichen urnen" und den' e,li gen marmor" erklangen, hatte die bergende Erde unter den Händener Wissenschaftlichen Ausgräber, letzter Nachfahren der lebendigen Er-ec ker, die Götter- und Jünglingsstatuen hellenischer Frühzeit wieder her-geben: den Apollon, den Venusthron, den Athener Efebenkopf und andre,. n denen der Geist des Dichters seine schönen Geburten nährte, bis er selbstdeutschen Land den schönen jungen Gott gebar. Wir haben gesehen,' e Unter dem frischen Anhauch das klassische Erbe in eigentümlichereise aufgerufen wurde, indem George selbst und die Dichter der Blättere >ne Bilder als Sinnbilder des eigenen Erlebens in den Strom der erneuer-n Sprache tauchten und an der verwandten Fühlung der Griechen dieIgne deutsche zu stärken suchten.Jetzt nach der Neugeburt des Göttlichen rückten auch die großen Sän-u 6r Und Preiser des männlichen Minners, des weltschaffenden Eros, Pindard Piaton, Dante und Hölderlin in dichtere Nähe und die vom gleichen2 fange Ergriffenen erfaßten jetzt erst ganz das hohe Spiel der geistigen^ u gung i m Leiblich-Schönen, der heldischen Geburt aus der schöpferi-en Liebe. Das Geheimnis der geistigen Zeugung ist so groß wie das der

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