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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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" e nNirvana-Sonetten" ihr Grauen wie ihre Verheißung aus totem Wis-Se n in gläubige Erregung. All diese Bilder des steigenden und sinkendenGebens ließen uns das gegenwärtige Geschehen in seinen welthaften Tie-fe nräumen sehen und offenbarten auch dem leichteren Sinn die Wuchtdes geistigen Umschwungs dieser Jahre.In Gundolfs zarten und manchmal noch in Zagheit versponnenen Lie-er n und Zwiegesprächen drückt sich der gleiche Vorgang durch eine" e genüberstellung leichter und schwerer Seelen, sinnlich dumpfer undu oerheller Geister aus, die im Widerspiel um das menschlich und gött-lc h Echte miteinander ringen. Um das Bejahende deutlich zu machen,ü 't er zugleich das Verneinende auf, um Grenze zu zeichnen die maßlosee gier, um das Glück des Glaubens zu bekennen die trostlose Einsamkeiter Gottentfremdung. Alles Heil und Unheil seiner schwebenden unda £enhaften Geister und Helden, seiner Ariel und Dryade, Arion undlf ke, Iskender und Asrafil, selbst die Verzweiflungsnacht eines Fried-lc h in Sanssouci sind aus dem Wissen um dieZeitwende" geboren, siee hen im Schatten oder Morgenrot des künftigen Tags und nehmene cht oder Fall vomWandler und Beseeler" der neuen Welt.Wir wissen schon, daß weder Verwey noch Derleth diese Sicht teilen°nnten und doch fügen sich ihre Gedichte dem Gesamtmerkmal derctl ten und neunten Folge ein, weil sie als wahrhafte Dichter jene hoher °mmigkeit besaßen, die auch über Zweifel und Freiheit und selbst inttl Schranken einer erstarrenden Überlieferung an ein lebendiges Gött-c «es glaubt, mochte es der eine für bild- und leiblos, der andre für^ mer an eine Form gebunden halten. Verweys GedichtAn Friedrich,e tzsche" besingt den dionysischen Trotz des tiefsten Gottleugners und2 ten Gottsehners der Zeit, der am Versuch einer Zeugung seines Bil-s verbrach und dem vor die wähnen Augen die beiden Gründer irdischer°ttesreiche im Wettkampf ihrer Lehren treten: Apollon der Darstellers Gleichen in den Tauglich-Schönen, Christus der Finder der Liebe zuen > auch noch im Leide. Mit der offnen Frage, woran der große Zweif-starb, schließt auch Verwey sein Gedicht, aber es deckt in seinen kur-n dichten Strofen das ganze Doppelgesicht des Geistes auf, um das dier °Päischen und vor allem die deutschen Dichter und Denker kreistenvon dem unsere Theologen noch heute kaum etwas ahnen.e ltsam genug, daß sich auch in den Gedichten Derleths dieses Doppel-!tz spiegelt: ein dionysischer Aufbruch glüht in ihnen durch die-1!ä ch-christliche Nuchternheit Augustins, eine antike Wildheit untere °ger katholischer Zucht. Eine auf große Wirkung gestellte Natur ohneungsmöglichkeit ist ' n mnen doch einmal Erscheinung geworden.

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