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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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bei ihnen begegnet, zeigt uns den dionysischen Grund an, aus dem ihreGesänge stammen. Die unbedingte Bindung an den Gotterneuerer, der sieden Weg in die Bereiche des Mehr-als-Persönlichen gehen gelehrt, dasRingen um die Nähe Georges drückt sich in den Widmungen und Spru-chen dieser beiden in der tätigen Form der Anteilnahme an den kämpi e 'rischen Elementen des Meisters aus: in der Verwerfung der Gegenwelt»in der freudigen Bereitschaft zur Mitstreiterschaft, in der jubelnden Ver-kündung der Größe des neuen Reiches und seines geistigen Herrschers»mit welchem Namen Wolters zuerst in diesen Folgen die Gestalt d eSDichters zu umgreifen suchte. Bei Boehringer wirkte sich die innere Be-wegtheit außer im Gedicht noch unmittelbar in seiner Stimme aus, welchvon allen die schönste für das Hersagen war und deren feurigmaßvoll erTon viel dazu beitrug, das Wunder der Dichtung in der Gemeinschalder neuen Freunde reicher erblühen zu lassen.

In gleicher Richtung wirkten sich die Gedichte Wolfskehls und Gurt'dolfs auf diesem Schauplatz neuer Kämpfe und Freuden aus. Wie dieschon erwähnteGeheimfeier" führen die beiden MysterienSanctuSundOrpheus" von Wolfskehl seine in den Leidensjahren erlangte KunSdes Feierspieles auf eine noch höhere Ebene mythischen Geschehens."rend das eine in den ewigen Sinnbildern Orpheus und Eurydike deSieg des liebenden Dichters über die dunkelste Todmacht in Versen v °unheimlicher Nachtklarheit verherrlicht, stellt das andre in unbenennbarem Ort und Raum die Sage der Erneuerung des irdischen Reiches aeinem Kräftespiel von Führer und Volk, Erd- und Lichtmächten daDie Symbole vom Wimpelstab und Baum, Schwert, Mantel und Krosind freilich in ihm fast deutlicher Erscheinung geworden als die «stalten ihrer Träger, von denen nur das Volk und der verführende Magfester umrissen sind. Doch durch alle Dunkelheiten scheint klar der eiSinn: alle Kraft wird an Wachstum, Blut und Rache gemessen, auch deBedeutende aber Unzulängliche fällt an der Wende der Zeit den Mächteder Tiefe als notwendiges Opfer anheim, durch das sie geweckt und Ssättigt werden, aber die zulängliche Kraft des Berufehen und Geweih^besteht vor den ewigen Proben leichter Hand und durch sein bloßes ^scheinen fällt dem geheiligten Jüngling die Macht und das Reich undHerrlichkeit zu. Seit Wolfskehl, als er fast schon an sich irregeworwar, durch den Meister den Gott erscheinen sah, wie das Gedicht ,>rufung" sagt, war seine Sicht in den Kreislauf der ewigen Lebensrnäcihres Blühens und Welkens noch tiefdringender geworden. Die dun»Mythen von Weltenzeugung und Götterdämmerung umspielte sein Gedurch alle Zeiten unserer Erdgeschichte und rief in denLegenden" u360