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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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de r achten und neunten Folge durchdrungen: es war als Keim in die we-ni gen älteren und die jüngeren Dichter gesenkt und eine heilige Scheudes Beginnes zwang sie eher davon zu schweigen als zu singen selbstdie Gedichte des Buches Maximin wurden nur äußerst selten in Gemein-Sc haft gelesen. Auch bei den Folgern Georges gab es keine plötzlicheu °erirdische Erleuchtung, keine unerwartete völlige Umkehr des bisheri-gen Zustandes noch das Stammeln aus einer mystischen Versenkung underlöschung der Sinne, sondern ein langsames Wachsen aller Kräfte"8 neuen Geiste, ein schrittweises Ringen um Näherung an das schöneer nste Götterantlitz, das seit dem SIEBENTEN RING sichtbar und nenn-ar aus dem meisterlichen Werke schaute. Es galt auch keine Abkehr°n der Welt, es sei denn von den häßlichen Auswüchsen und erstarrten°rmen der Zeit, sondern eher ein neues Ergreifen ihrer Urgegebenheitennc * ein tieferes Ergriffenwerden der gereinigten Sinne von den Glutener Liebe und Ehrbegier. In den Beiträgen der jüngeren Mitarbeiter, vonen en die jüngsten in den beiden Folgen nicht mehr mit Namen genanntn d, drückt sich wenn nicht immer am stärksten so doch am unmittel-a *sten dieses Ringen um die letzte Nähe und dieses Ergriffenwerdenn Hebenden und wetteifernden Gewalten aus. Der junge Künstler, füre n sich Rodins L'Age d'Airain nicht schön, nicht göttlich klar genugUs dem Steine hebt, zeichnet damit die Linie nach, auf der sich die Sehn-c ht seiner eigenen noch dumpfblütigen Natur nach Befreiung und Er-dung von ihrer Schwere bewegt. (L'Age d'Airain, 8. Folge.) Sein Ge-. ^ c h mit dem Bildwerk ähnelt dem des Meisters mit dem Schüler ineni ZwiegesprächDer Absturz", das im Aufwerfen der quälenden Frageac h der eigenen Zulänglichkeit ein Beispiel für die geistige Sorge gibt,, el che damals die jungen Seelen erfüllte. Daneben aber stehen dichte-ls che Prosestücke wieDas hohe Amt unserer Liebe" undPriestertum* Liebe", in denen sich die leibliche Leidenschaft in einer rauschendenMittelbarkeit und heidnischer Offenheit ausdrückt, wie wenn verschlös-se fast noch knabenhafte Münder unter dem liebenden Sturm aufbre-e n u n d ihnen nur die höchsten Vorstellungen des Gottesdienstes ge-& e n, um die Schauer der erschütterten Sinne auszudrücken. Wiederde re nahmen die Vorstellungen für ihre Ergriffenheit von der Gewaltr mittelalterlichen Minne wie Wolters in seinen eigenen und übertra-' ne n Liebesliedern, oder von der Gestalt des antiken Eros wie Boeh-* n 8er in seinen tief ergreifenden Distichen auf das Andenken Rudolftc khardts. Aber immer suchten diese persönlichen Ergießungen zu^ n em göttlichen Bilde der Minne oder des Minners vorzudringen und diee Verbindung der beiden Gewalten Liebe und Tod, welcher man auch

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