die Jüngeren, je mehr sie das ganze Werk als Ausstrahlung dieses inner-sten Herdes erfaßten, die neue Einheit von Gegenwart und Geschichte,Geist und Staat, Gott und Welt. Gerade von dort her erwuchs ihnen di eKraft, alle Lebensgebiete in den dichterischen Raum einzubeziehen undvon der festen Innenburg auch den Kampf um das Lebensrecht der neuengeistigen Gemeinschaft nach außen zu tragen.
Die achte und neunte Folge spiegelten die innere Umbildung und Festi-gung des Kreises der Blätter seit dem letzten Jahrfünft schon deutlichwider. Noch kurz vorher mochte es George zweifelhaft erscheinen, °"die Menge neuer dichterischer Erzeugnisse genügen würde, um die Fort-setzung der Blätter über die siebente Folge hinaus zu ermöglichen, zurna'mancher der älteren Mitarbeiter, wie wir geschildert haben, seine Ge-dichte zusammengefaßt als ganzes Werk im Verlag der Blätter veröffent-licht hatte. Eben, im Jahre 1908, waren die „Huldigungen" von LotharTreuge und der erste Band der Shakespeareübertragung von FriedrichGundolf — beide in schöner Buchform von Lechters unermüdlicher Han"— erschienen. George faßte daher zunächst Einzelbeiträge und Probenaus den veröffentlichten Büchern zu einer dritten Auslese der Jahre i9°4bis 1909 zusammen, erkannte aber noch während des Druckes aus demZufluß neuer Erzeugnisse die Möglichkeit einer Fortführung der Blatte*'folgen und gab im Jahre 1910 die achte und neunte Folge zusarnm enheraus, indem er jener eine Anzahl früher Maximin-Gedichte beigab unsie wie vorher das GEDENKBUCH nur für den engeren Kreis seine*Freunde bestimmte.
Dieser Eingang, verbunden mit der „Vorrede zu Maximin", besagdeutlich, unter welchem Zeichen das kommende Jahrzehnt der Blatte*gemeinschaft stand: was nicht um diese Mitte kreiste, sank langsam voselbst zurück, was ihr zuwuchs, gewann immer reiner das dort geschaUBild. Nicht als ob in Gedichten oder Prosen ausdrücklich davon die R esei! Außer den schon im GEDENKBUCH veröffentlichten Totengesäng e °Gundolfs und Treuges nehmen nur die drei Gedichte „Tag der Totenund das Chorspiel „Die Geheimfeier" von Wolfskehl in der neunten Foi&unmittelbaren Bezug auf das hehre Geschehnis. In den drei Gedichttaucht noch einmal die Erinnerung an die Kosmiker auf, an „die venrene Zunft", die zu Asche gesunken ist. Die „Geheimfeier', sucht daWunder der Gotterneuerung in einem schönen Gegenspiel von Knabeund Mädchen zu fassen. Zum ersten Male klingt hier wieder das Lob 0lebengebärenden, des guten Todes auf, wie viele Lieder Maximins u °des SIEBENTEN RINGS ihn versichtbart hatten.
Von diesem Wunder der Gotterneuerung sind die meisten Dichtung
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