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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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s I 6 h t". Der erste Vorwurf traf den geistigen Täter nicht, der zweitea °er den, der blind war für die neue Schöpfung die er selbst ersehnte.

Unter die Seins- und Sehweise dieser drei Gefährten und ihr Verhältnis2 Utn Ereignis Maximin fielen auch andre von den älteren Freunden, diels her den Weg Georges ohne Zögern und Zweifeln mitgegangen waren.0 tief sie auch vom Wunder der neuen Dichtung ergriffen wurden, soWahrhaft ihnen das darin verfangene Schicksal auch erscheinen mochte,s forderte mehr als Glauben an die Erneuerung unserer Kunst, es for-mte mehr als Wandlung in den Anschauungen von Natur und Volk undMensch, es forderte mehr als Abkehr von den Häßlichkeiten und Niedrig-eite n einer ablaufenden Gesellschaftsordnung es forderte dies allesnd den Schritt in die Welt einer neuen Göttlichkeit. Nicht der Meistern dern das im Werk verfangene Geschehen forderte durch sein Daseinn ihnen eine verwandelte Haltung zur Welt, er selbst hat in der zartenTönung jeder menschlichen Beziehung keinen seiner Freunde vor diea ße eines Für und Wider gestellt. Gerade am Fall Derleth zeigte sich"ich der Unterschied zwischen dem Glaubenseiferer oder Ordensstifterdem Dichter: der erste will zu seinem Gott überreden und zwar jedenr guten Willens ist, der Dichter aber stellt nur ein Bild auf. Wer wie«eisten still an dem bisher Geliebten und Verehrten festhielt und vome n Schönen das ihm Gemäße aufnahm, blieb ungenötigt im Raum dereu ndschaft, wer aus eigner Not oder eignem Drange Stellung nahm,tj,. stets einen Freund zur Hilfe gewillt, der selbst nach berührbarena , aclle n des Verstehens suchte. So geschah kein Bruch der Freundschaft,w er dennoch bedeutete das stille Beharren in ihr ohne mitschwingendeq n dlung des Geistes ein langsames Wachsen der Entfernung zwischenr Se u n d den älteren Gefährten: denn e r ging weiter.

2 - Kapitel: die achte und neunte folge

/\ * George nach den Jahren so tief erschütternder Erlebnisse in Mün-

«r u- n lm Be & inn des Jahres 1905 wieder in diese Stadt kam, verbrachte

Sft . ler in der Erinnerung an den Verlorenen die trostlosesten Monate

^ es Lebens, wie uns manche Gedichte im SIEBENTEN RING und mit

^ ^mittelbaren Bezeichnung des Trauerjahres der Spruch an Hanna

s c . ske hl verraten. Der Münchener Freundeskreis blieb in Haß und Feind-

v 0f ause inandergesprengt, Klages mühte sich rein geistige Spannungen

W 9S öffen tüche Gericht zu ziehen, Wolfskehl und Gundolf litten noch*ter h»

ae n Nachwehen jener Kämpfe, das kaum neugeknüpfte Verhältnis

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