tag ihr Feuer am menschlichen Herde, das der mütterliche Geist verbor-gen bewahrt und zu dem der männliche Geist Tod und Leben men-gend sie hinführt, um ihnen aus neuer Glut wieder sichtbaren Dienstund sichtbare Herrschaft zu wecken. Dessen ein Zeichen sieht derDichter als wichtiger denn alle Unrast unseres ungeheueren feierlosenWerktages das stille Geschehnis an, daß aus einer kleinen gläubigen Scharwieder das Gebet aufsteigt, das Gebet das Gedicht ist und die neue Feierin sich schließt.
Die letzten Tafeln „Zum Abschluß des Siebenten Rings" geben nach die-ser weiten Umschau noch die kurzen stolzen Gebärden dessen der ein gr°'ßes Werk getan sieht und unermattet nach neuem Wirken Ausschau hält-er schaut noch einmal zurück auf Sturmflut und Kampf, aus denen die Kos 1 'barkeiten geboren wurden, auf den verwandelten Raum, den engeren desVaterlandes, in dem das ganze Werk gedieh, und auf die verwandelteSprache, die nun mit dem höchsten auch den schlichtesten Ton umspannte-Auf zwei Gestalten fällt noch sein Blick: auf den der all seine Kraft de« 1Kommenden opfert, und auf Waclaw, der als Schatten der Frühzeit noch ein'mal seinen Weg kreuzte und dann für immer schwand. Ein frischer Kehr-aus gegen alle Nachtgespenster und Beschwörer, ein männlicher Abscrn edes Fahrtbereiten von Freund und Feind beschließt den Ring. Wenn bein 1„Teppich"-Ende das Dunkel niederzusinken schien, so flutet hier allen 'halben das Licht herein, der ewige Strahl glänzt aus allen Dingen, ja •Leiber selbst sind die dichteste Strahlung des Lichtes: alle Leidenschafteund Dränge des Blutes, alle Träume und Schauer der Seele, alle Lebensb«der des Geistes sind heimgekehrt in die Kugel des himmlisch-irdischeKräftespiels in den Leib als lebendig beseelte begeistigte Gestalt. Ver-schüttet sind die Klüfte des Hüben und Drüben, ihre Seligkeiten und Q ualen kreisen im Wuchs und Blut, und ungespalten und unspaltbar wie aßGrößte und Kleinste steht der weltliche Mensch in göttlicher Welt, d aHier seine Ewigkeit, das Jetzt seine Dauer.
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