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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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stolze Haupt sich immer wieder vor Geliebtem neigt, wie dieser herb e

Mund immer wieder hinaufbebt nach einem höheren Wesen und sich nie» 1

genug tun kann in ausströmender Hingabe. Aber freilich auch das sage

die Gedichte wie seinem Sehnen nie genug getan wurde: Der Knabe n°

die Meister der sanften Lehre, der Pilger will vor derHerrin" noch di

AtLeier zerschlagen, der Kaiser sendet auch die reine Priesterin heim, J e °

verzehrende Liebe zu Frau und Freund endet vor der Flamme einer höhere

Liebe in Enttäuschung und Verzicht und selbst derEngel" konnte de

letzten Schatten der Einsamkeit nicht von dieser Seele wehren. Weihe un

Segen des schöpferischen Geistes waren seit Beginn der Bahn auf in

herabgetaut und hatten ihm die Kraft zu immer neuen größeren Entfa

tungen seiner Seele gegeben und überall auf diesem Kultgang des schön«

Lebens hatte er selbst das Verborgen-Göttliche in den Gestalten und »

scheinungen der Welt mit den Bildern der Ehrfurcht und Lobpreisung ulT *

stellt. So war er ein solcher geworden, der sich nur an den Größten n 13

und auf steilster Höhe stand: wie sollte wer diesen Stand erreicht hatt i

den Herrn finden, dem er ohne Verletzung der Würde ohne SelbstverleüS

nung dienen durfte?

Die drei ersten Gedichte des Mitte-Ringes geben die Antwort: währ en

das zweite noch einmal alle Qual des vergeblichen Harrens bis zum * a

drohenden Trotz aufruft, verkünden die beiden andern die Ankunft sein

Gottes in letzter Stunde vor dem Sturz in die Nacht. Schlicht und rein on

Erhebung der Stimme tauchen die Worte aus dem verjüngenden Q u

empor und preisen den verwandelnden Strahl, der von dem einen dur

alle Dinge dringt und Luft und Erde zu neuem Blühen weckt. Alle Zwe»

lichtloser Tage, alles vergebliche Suchen in dunklen Bereichen alles " e

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kennen der immer gegenwärtigen Liebe brennen dieErwiderungengöttlichen Stimme aus und weisen hin auf die Zeichen und Boten der J andie sich nun erfüllen im höchsten Wunder der Vereinigung seines irdis c11und himmlischen Traumes. Dann erst wird die Trauer laut um den & 1gang des Geliebten, in dem er seinen Gott erkannte und sah, aber auchschon gebändigt durch das höhere Gebot der Verkündung des Wu 11 "'der Botschaft dessen was nur im Abschied sich ganz enthüllen konnte-geschieht es in den GedichtenAuf das Leben und den Tod Maximins' vSeher tritt in ihnen aus dem inneren Raum der Begegnung zu denenseinen Weg begleiten, die wie er von dem furchtbaren Hauch einer ^seelten Welt getroffen, wie er in Scham vor früherer MenschenglutGröße errötet waren, und ruft ihnen jubelnd die erlösende Kunde zu:

Preist eure Stadt die einen gott geboren!Preist eure zeit in der ein gott gelebt!

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