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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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e inschaft oder antiker Tempelgemeinschaft genommen sind, wir fühlen

eutlich, daß unser eignes Blut in ihnen kreist, daß der Dichter aus der

e >rnkraft seines Volkes noch Sehnbilder in die Zeit gebären konnte, die

ac h leiblicher Verwirklichung drängen. Sie werden verheißen in der Ge-

a " des jugendlichen Helden, der die Unterworfenen zu seinen Füßen

wingt ( sie werden bestätigt im gegenseitigen Schwur der Gefährdeten und

kernten mit dem siegverkündenden Führer.

1 räume die schon verloren, Kräfte die schon verzehrt schienen hob die

e ^alt des Einen wieder ins lebenwirkende Wort. Mit welchem Anspruch

CUer Erdenseligkeit hatten die Dichter, Denker und bildenden Künstler

er Jahrhunderte der Wiedergeburt den Zauber der sinnlichen Welt den

^blassenden Jenseit-Himmeln entgegengestellt! Das Licht war ihnen das

c «en des Himmels und aus lachenden Sternen fühlten sie mit Marsilio

c mo wie aus Augen göttlicher Wesen die zeugenden Strahlen freundlich

fröhlich in die Samen aller Dinge fahren: die Liebe war aus überirdi-

e n Sphären wieder in die goldenen Wunder der neuentdeckten Leiber,

w achse und Steine eingekehrt und hatte den blauen Ozean des Himmels

die immergrüne Herrlichkeit der Erde für neue Freuden geweiht. Aber

aem absinkenden christlichen Weltbild verwandelten sich die strahlen-

p Gesichte der Erneuerung: an die Stelle Gottes trat die Natur, dann das

Se tz dann der Stoff und dann die Formel, die Welt die in der Renaissance

zauberisch-dämonisches schönes Geschehen war wurde erst eine har-

0t iisch-mathematische Ordnung, dann ein Zufallserzeugnis von Kraft und

oflE aus Stoß und Druck dann eine zwangsläufige Entwicklung und dann

ne B ezüglichkeit berechenbarer Vorgänge. Wir haben hier nicht zu zei-

lu' Warum unser Geist bis in die letzte Hölle der Entseelung und Entgött-

u u ng des Stoffes sinken mußte, genug daß es geschah und daß der Glaube

b Se rer Jahrhunderte an irdische Schönheit und Größe in nichts zu zerstic-

, n drohte, als der Seher-Dichter kam und mit der unbeirrbaren Gläubig-st Q *

seiner Schau die Wahrträume der Künstler und Denker vom Wunder^ s mnlichen Welt ins neue Leben hinüberrettete. Das undurchbrechbare.j, nke l. das in denTraurigen Tänzen" und denLiedern von Traum und^ noch um den schmal belichteten Kreis seiner Welt lag ist in denGe-ck- Cn " des SIEBENTEN RINGES aufgehellt und e i n Göttlich-Alldurch-^ ln 8endes, e i n lebendiger Sinn der Dinge beginnt noch umschattet und^ernd aber unaufhaltsam alle Räume zu durchstrahlen. Wie in jeder der«stalten" eine menschliche Art zur höchsten Selbstvollendung in ihrem^ r aum strebt, so ringt in jedem Gedicht derGezeiten" die Liebe umUt J höc hste Selbstvollendung im Geliebten und zieht Leiber und SternelutI >en mit in ihre glühenden Geschicke. Alles Werben und Gewähren

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