e inschaft oder antiker Tempelgemeinschaft genommen sind, wir fühlen
eutlich, daß unser eignes Blut in ihnen kreist, daß der Dichter aus der
e >rnkraft seines Volkes noch Sehnbilder in die Zeit gebären konnte, die
ac h leiblicher Verwirklichung drängen. Sie werden verheißen in der Ge-
a " des jugendlichen Helden, der die Unterworfenen zu seinen Füßen
wingt ( sie werden bestätigt im gegenseitigen Schwur der Gefährdeten und
kernten mit dem siegverkündenden Führer.
1 räume die schon verloren, Kräfte die schon verzehrt schienen hob die
e ^alt des Einen wieder ins lebenwirkende Wort. Mit welchem Anspruch
CUer Erdenseligkeit hatten die Dichter, Denker und bildenden Künstler
er Jahrhunderte der Wiedergeburt den Zauber der sinnlichen Welt den
^blassenden Jenseit-Himmeln entgegengestellt! Das Licht war ihnen das
c «en des Himmels und aus lachenden Sternen fühlten sie mit Marsilio
c mo wie aus Augen göttlicher Wesen die zeugenden Strahlen freundlich
fröhlich in die Samen aller Dinge fahren: die Liebe war aus überirdi-
e n Sphären wieder in die goldenen Wunder der neuentdeckten Leiber,
w achse und Steine eingekehrt und hatte den blauen Ozean des Himmels
die immergrüne Herrlichkeit der Erde für neue Freuden geweiht. Aber
aem absinkenden christlichen Weltbild verwandelten sich die strahlen-
p Gesichte der Erneuerung: an die Stelle Gottes trat die Natur, dann das
Se tz dann der Stoff und dann die Formel, die Welt die in der Renaissance
zauberisch-dämonisches schönes Geschehen war wurde erst eine har-
0t iisch-mathematische Ordnung, dann ein Zufallserzeugnis von Kraft und
oflE aus Stoß und Druck dann eine zwangsläufige Entwicklung und dann
ne B ezüglichkeit berechenbarer Vorgänge. Wir haben hier nicht zu zei-
lu' Warum unser Geist bis in die letzte Hölle der Entseelung und Entgött-
u u ng des Stoffes sinken mußte, genug daß es geschah und daß der Glaube
b Se rer Jahrhunderte an irdische Schönheit und Größe in nichts zu zerstic-
, n drohte, als der Seher-Dichter kam und mit der unbeirrbaren Gläubig-st Q *
seiner Schau die Wahrträume der Künstler und Denker vom Wunder^ s mnlichen Welt ins neue Leben hinüberrettete. Das undurchbrechbare.j, nke l. das in den „Traurigen Tänzen" und den „Liedern von Traum und^ noch um den schmal belichteten Kreis seiner Welt lag ist in den „Ge-ck- Cn " des SIEBENTEN RINGES aufgehellt und e i n Göttlich-Alldurch-^ ln 8endes, e i n lebendiger Sinn der Dinge beginnt noch umschattet und^ernd aber unaufhaltsam alle Räume zu durchstrahlen. Wie in jeder der«stalten" eine menschliche Art zur höchsten Selbstvollendung in ihrem^ r aum strebt, so ringt in jedem Gedicht der „Gezeiten" die Liebe umUt J höc hste Selbstvollendung im Geliebten und zieht Leiber und SternelutI >en mit in ihre glühenden Geschicke. Alles Werben und Gewähren
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