Ser Weltsicht in jahrhundertelangen geistigen Kämpfen und gewaltigen
rschütterungen der Völker hatte die siegreiche weltliche Gesellschaft ihre
nnere Spannung verloren, neben dem erlahmenden christlichen Gottesglau-
e n lagen die Trümmer eines vergangenen Götterglaubens, den keine Glut
atte wiederbeleben können. Der Zweifel an einem göttlichen Sinn des Le-
e ns war in alle Herzen gekrochen. Es gab für die Menschen kein Hier und
Ort der Wertungen mehr, Trug und Wahrheit waren vertauschbar, Gut
n d Böse Spiegelungen der Einsicht, Gleich und Ungleich, Frei und Unfrei
jjnicksallose Verhältnisse der Willkür geworden. Die Bemühungen der
en ker, einen obersten Wert zu retten, Grade der sittlichen Tugenden
er Werttabellen der seelischen Eigenschaften herzustellen, zeigten ent-
e der den verzweifelten Willen an, dem Sinnlosen zu entrinnen oder die
^schwächte Kraft, die tiefe Not des Geistes auch nur zu fassen. Der Dich-
r aber stellte keine Tafeln auf, er schwieg vor der unerbittlichen Notwen-
Skeit bild- und namenloser Göttlichkeit und wirkte in Werk und Leben
s die inneren Gesichte schenkten, nur der einen dunklen Stimme des Ewi-
e n folgend, die sprach: Ich will! Ihr sollt! Als dann die Wende kam und
am gefährlichsten Punkte seiner Bahn die Verleiblichung all seines
nens und Bildens entgegentrat, stellten vor diesem unverrückbaren Maß
be jahten Bilder seiner Weltschau sich heller ins Licht und sanken die
r «einten tiefer in den Schatten. Aber sie sagen nichts aus von Gut und
Se ' Sünde und Sitte; sie wirken ihr neues Hier und Dort mit der Un-
uld von Erd- und Himmelsmächten durch die Gewalt ihrer Erscheinung
q _ tr agen ihren Sinn und ihre verwandelnde Kraft in der zwingenden
° ße ihrer Bewegungen und der hinreißenden Kraft ihres Atems., ° steht am Beginn der Lichtstreiter siegend gegen den Dämon des Dun-s al s Sinnbild des immergleichen Kampfes des leichten strahlbewaffneten■stes gegen die dumpfe scheinbar unüberwindliche Macht des Ungefü-n > so brechen am Schluß die Erdhelden, die lang verborgen Genährten ant Wende der Zeit durch die erstarrten Gefilde und werfen mit den Schwer -die Brache um. An jugendlichem Spiel und Traum lehrt uns Georgeünftigen „Führer" erkennen, an vier großen Paaren die Schicksalfra-auf den Höhen staatlicher und geistiger Herrschaft. Sie sind beladender Wucht seiner eigenen Lebenskämpfe und rufen die Namen der dich-te Sc " e n Frühzeit noch einmal auf. Der Träger des Erbes und uralten Ge-ck '*' ein e heute schon verschollene und kaum mehr begriffene Grundartf e ° ni S«chen Menschen, an der einst die Völker mit tausend Opfern schu-Jf ' Steht neben dem „Minner", der alles Sinnen und Sehnen in Feier und**e"t Verströmt und die ganze Glut seiner Liebe opfert, um das Göttlich-re Selig-Verschwendende in der Mühsal unseres Erdentages zu erhal-
331