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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Set i: die Höhen und Tiefen sind gewaltiger geworden, aber der FlügelschlagSüchtiger zugleich und leichter, die Weiten zu durchmessen. Alle Gebiete,Welche in den früheren Werken erobert werden, überfliegt der gelöste Flü-gel noch einmal als sei es nötig nochmals alles aufzurufen was nicht berührtar > was fraglich und umdunkelt was lebendig und tauglich war: nichtsUr fte nach der geheimen Vereinung des einen im andern draußen, nichts^durchdrungen bleiben. Der selber Welt gewordene Geist des Dichters*°t aus allen Seelengründen vollere Schätze empor: eine heißere Leiden-c »aft umwirbt das Geliebte, eine größere Glut umtaut das Widerstrebende,ein kühnerer Griff umfaßt das Gewonnene. Vom SIEBENTEN RING aus ge-hen überwiegen in den vorhergehenden besonders den mittleren Werkenle gedämpften Töne, die leisen Klänge, die zarten Farben, die milden Düftea Geräusche und vor allem die ruhigen Gebärden und gemessenen Bewe-gen und bis zu dem Bau der Versmaße, den seltenen Einschnitten, denlc hmäßigen Tonstärken und den klingenden Reimen herrscht eine schwe-de Gesamtbindung vor, in der auch die schwersten Erschütterungen nurgehaltenen Formen schwingen. Die aufgespeicherte Dichte der Verse ließe r Verhaltenheit die unheimlichen Spannkräfte dieser Seele ahnen, aberst im SIEBENTEN RING brechen sie wie aus eisernen Fesseln gelöst ing er ganzen Mächtigkeit vor und überraschen nun durch die Freiheit undVve glichkeit, mit der sie das Wuchtige spielend, das Zarte mit leichtererfiut bewältigen. Nirgends überherrscht auch jetzt die Gestaltung ein un-j c Wormter Stoff und alles was erscheint ist sinnerfüllte und sinnerfül-^ de Schönheit sprachlicher Gebilde. Aber die Liebe spricht brennender,r Zorn versehrender, der Ton wird hallender und die Gebärde wächst bis£. ^ aiT >pfstoß und Taumeltanz, das Versmaß scheut nicht mehr den steilen, nh alt, den Stoßtakt herber ja harter Schrittmaße, Frage und Ausruf vomzen Wort bis zur Steigerung im strofenüberwölbenden Satzgefüge. Die-Erweiterungen und Erhöhungen der Tonstärke entsprechen wie schony deut et in nicht minder reicher Fülle ihre zarteren Abschattungen undeinerungen, aber auch diese sind aus der Ebenmäßigkeit des Aufbauesjy au s der verhaltenen Umschlossenheit gelöst, reden unmittelbarer mitn j f Und ** ild zum Herzen und so entstehen neue freiere Strofen von hym-

c e r Erhabenheit wie liedhaft hingehauchter Schlichtheit.gu n »Gestalten" wird vor allem die Steigerung der Raum- und Bewe-ist 8smaße deutlich, weil die Darstellungsart, das Herausformen körper-^ er Erscheinungen von einzelnen, von Paaren und Gruppen uns diere n\!r dCr Kam P f P lätze > die Größe der Gebärden und das Gewicht der inne-]j c , ass en sichtbar vor Augen stellt. Es sind mit einer Ausnahme männ-e stalten von oft michelangelesken Ausmaßen oder von übermächti-

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