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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
Entstehung
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326
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das kümmerte George am allerwenigsten: für Lob oder Tadel aus diese* 1Sphären hatte er nur ein Lächeln oder grenzenlose Verachtung. Erst jetzfühlte er die verwandten Strebungen in ihm und wie er für seine Artungschon in der ersten Blätterfolge das wundervolle WortOrator" prägtedas ihn weder von der ästhetischen noch der philosophischen Seite, so«'dem vom Gesamtgeistigen, von seinem Lebenspathos her erfaßte, so sa* 1George auch jetzt vor allem die Größe seiner Menschlichkeit, die Unbe*dingtheit und Unversöhnlichkeit seines Kämpferwillens und die Lauter*keit eines Geistes, der bis zur martervollen Selbstvernichtung sich j e£1ausweichende und ausgleichende Lösung versagte. Er sah wie Großeschon durch ihn gewonnen war. Nietzsche hatte in seiner unfruchtbare* 1Vereinsamung und dem Übermaß seines Erkennerwillens die beiden Grunogefahren des deutschen Menschen bis zur Selbstaufhebung offenbar g e 'macht. Sein Opfer gab dem Dichter den Weg zur Gemeinschaft und «e*staltung frei, die der Lehrer des Übermenschen und der Seelenforschevergeblich ersehnen mußte, dem Dichter, den Nietzsches hellgesichtig eSAhnen schon inMenschliches-Allzumenschliches" so wunderbar u 10 'schrieben hatte alsden Wegweiser für die Zukunft der wie früher o' eKünstler an den Götterbildern so an dem schönen Menschenbilde fo r

dichten wird-------------Kraft Güte Milde Reinheit und ungewolltes ei**'

geborenes Maß in den Personen und deren Handlungen: ein geebneteBoden, welcher dem Fuße Ruhe und Lust gibt: ein leuchtender Him«" eauf Gesichtern und Vorgängen sich abspiegelnd: der Geist ohne Ann 1ßung und Eifersucht mit seiner Schwester der Seele zusammenwohnenund aus dem Gegensätzlichen die Grazie des Ernstes nicht die Ungedu 1des Zwiespaltes herauslockend: dies alles wäre das Umschließende AIgemeine Goldgrundhafte, auf dem jetzt erst die zarten Unterschiede o everkörperten Ideale das eigentliche Gemälde das der immer wachsenden menschlichen Hoheit machen würden". Diesen Nietzsche deSelbsttreue, des geistigen Stolzes und des hohen Ahnens, hielt Georgden feindlichen Anwürfen der Zeit entgegen, als er eben nach seineTode stärker als öffentliches Ärgernis zu wirken begann.

Im dritten und vierten Paar werden die Mächte von Heimat u flFremde, Kirche und Reich in großen Verkörperungen beschworen: h'spricht der Sohn des Rheines, in dem das eigne Leben und das des Vatelands sich ganz durchdrungen hatten und stellt die hohen Bilder der Vegangenheit und Gegenwart als Spiegel vor die Schwächen und Fre vder Zeit. Aus den Trümmern derPorta Nigra" steigt als Wiedererwe«"ter darum dem Ingenium Schulers gewidmet der niedrigste Röm eknabe und höhnt die Blutleere der entarteten Geschlechter, über die selb 8326