Toten und Lebendigen um sich gestellt, die für das Hohe und Heiligeln ihrer Zeit gestritten hatten und noch stritten, die stilleuchtend dieDackel hielten oder als heldische Opfer niederstürzten: Die Richter wiedie Dulder, die Tapfern wie die Treuen. An ihnen und mit ihnen mißter in den mittleren Zeitgedichten das Absinkende und Gemeine, WidrigeUn d Feige „das Stroh der Welt" das aufflammen und verlodern muß wennh °hes Menschtum atmen soll.
Als erstes Paar sind die Dichter berufen: Dante und Goethe, beiden °ch mit ihrer Zeit in geistiger Gemeinschaft lebend und ihr im Werket i höchsten verewigenden Ausdruck leihend und beide doch durch Weitees Blickes und vordeutende Schöpfung einsam unter ihren Zeitgenossen,ein Verbannter auf der Höhe des christlichen Kosmos, ein Entsagenderan seinem Ende, aber beide durch Leben und Werk an dem Geheimnisln es neuen weltlichen Alters webend, in dem die gestaltige Leiblichkeite s Menschen und die Herrlichkeit der sinnenhaften Mächte wieder durchle überirdischen Schleier stoßen und auf Erden heimisch werden. Den"len hatte George aus Vergessenheit oder totem Sachwissen in den°endigen Strom der Seelen zu reißen, den andern vor dem ehrfurcht-Se n Zugriff anteilloser Vielwisser oder bequemer Genießer zu bewahren,^er Denker und der Künstler bilden das zweite Paar: Nietzsche der. el ose unerbittliche Sucher und Böcklin der stille Bewahrer des hei-len Feuers. Böcklin den wir von George seit dem Beginn seiner Lauf-a hn geehrt und gepriesen sahen, wurde hier noch einmal doppelter DankStattet für seine unerschütterte Haltung in den Jahrzehnten der Kunst-*j re uel und für die schöne Welt der hellen und dunklen Seelenschauer,le er aus ungebrochenem Trieb ins Dasein rief. Auch Nietzsche warch °n früh in den Blättern als deutscher Schildhalter dem Ausland ent-gengehalten worden, aber Georges tieferen Anteil hatte er erst an dere °enswende gefunden, wo der Seher selbst dem Gorgoantlitz der ZeitSenüberstand und den furchtbaren Kampf begriff, in dem der einsamer eiter verblutet war. Das Dichterische in Nietzsches Werk war damalsc n kaum sichtbar und sprachlich nicht eigenkräftig genug, um Georgesteil zu erwecken, das Erkenntnishafte war ihm fremd, so oft er auchn Schuler, Gerardy und anderen Freunden darauf hingelenkt wurde,die Sageweise Nietzsches hatte ihn zunächst gerade darum abgesto-n > weil bei diesem jedes Wort in die Öffentlichkeit gesprochen war, einej, * des Handelns, die George im ersten Jahrzehnt seines Wirkens gänz-^ h f ern lag. Was Nietzsche bis aufs Blut peinigte, die SchweigsamkeitÜb welt > was ihn bis zur blinden Wut reizte, daß seine Stimme sich
er steigernd zum Schrei, und seine einsame Qual zum Wahnsinn wurde,
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