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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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2e hn jährigen noch vor der Kenntnis der Georgeschen Dichtungen gedichtetw orden. In ihnen wie den späteren drückt sich die ganze unbegreiflicheErfüllung dieser Jugend und ein Wissen aus, dessen Quell wir nichte »imal ahnen können. Es ist ein Wunderbares das wir hinzunehmen nicht2u deuten haben. Hier war vereint was Piaton einst gefordert hatte: dieSc honste Seele im schönsten Leibe, ohne Überwuchern eines Teiles derhe hre Einklang aller Kräfte, Rausch der Jugend und heiliges Maß. Seinet ztes GedichtDer Tod der Geliebten" ist die heldische Verherrlichunges reinen irdischen Daseins, es deutet den Tod als erneuende Wiederge-bt des göttlichen Lebens, es ist die Totenklage als geheimnisvolles Jubel** e d. VVi e er gelbst es war se i n bj^ ze igt uns den noch nicht Sechzehn-jährigen S o sah er das Wunder des Lebens: als Gesang des Phönix derUs dem reinigenden Feuer des Todes seine Unsterblichkeit nimmt.

* KAPITEL: DER SIEBENTE RING DIE ZEIT-GEDICHTE

J URCH all diese Jahre des Kampfes, des Glückes und der Trauer ge-dieh das neue Werk: DER SIEBENTE RING. Als George im Vollbe-

Sif

z seiner schöpferischen Kräfte dennoch ans Ende der Gestaltungsmög-

J^keiten seines Dichtertums gelangt schien, erhob er sich durch die tiefste

andlung seines Geistes, durch das geheimnisvolleStirb und werde" zu

e Ue r glühenderer Zeugung in der mütterlichen Sprache. Die erste voll-

ttirnene Anschauung seines Gottes im Menschenleib gab dem Dichter

le der Wort und Weg, gab dem Gefährdeten und Schwankenden die eigne

. e Richte wieder und vollendete die wunderbare Einheit dieses Lebens,

s an dem Widerspiel seiner Überfülle mit der unbedingten Reinheit sei-

s Gestalterwillens zu zerschellen drohte. Was der Seher schaute konnte

n der Dichter bilden, was der Gesandte verkünden mußte, war nun Welt-

^ off des Bildners, und der sich auch im letzten berufen wußte konnte nun

e der Höhe der Lebensbahn seine hehrste Aufgabe, die Neuschöpfung des

^ 'gen Zusammenklangs zwischen Göttlichem und Menschlichem, durch

n ganzen Raum der Wirklichkeiten vollenden. Dichten und verkünden

°un eine Tat, das Ewig-Schöne wecken und verleiblichen e i n Amt

jj w °rden. Nichts von dem was George bisher gewirkt und geschaffen

^ te wurde durch das neueWerde" verneint, nichts vom Werk oder

en fi e i ne ben den Weg. Was der Wandrer gesucht, was der Künstler

alt et, was der Meister gezogen hatte, erhielt jetzt das gemeinsame

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