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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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'Wich einmal auf deine Höhe treten und dann von deinem Adler schnell ent-rissen werden!

Und Maximin ging im rauschenden Frühling an der Hand der Geliebten^urch die Gärten, die betäubenden Blüten schwellten sein Herz von Dank d Lust und er sank nieder vor dem Kinde das für ihn geschaffen war und^s er als Engel im eignen Spiegel sah., In dieser Frist seines vollen Er-Shihens durften wir ihm den Hintergrund bereiten, wir deuteten ihm diec hauer des Erdenruhms an und machten ihn zum heimlichen König unse-rer Feiertage. Dies aber war Maximins stolzester Abend als er unter langenes Prächen mit dem Meister durch die halbentschlafenen Fluren gegangenar und dieser sagte während sich hinter dem Schloß eine weinrote Wolker hob: Mein Maximin, was du mir entgelten wolltest ist reichlich zurück-geben. Mit Einem Satze hast du ein quälendes Geheimnis gelöst zu deme m Buch und keine Rede mir den Schlüssel brachte: du hast über großeisig e Flächen nun ein gleichmäßiges und wärmendes Licht verbreitet. Ich«asse dich als Schüler, nimm mich zum Freund! denn immer bleib ichTeil von dir wie du ein Teil von mir. Maximin hing sich in Seligkeitden Meister bevor er antwortete: Ich weiß nicht ob ich diese Wesen jee rde verstehen lernen die aus ihrem Wohnsitz sich eine Hölle bauen undr über sich Paradiese erfinden .. soweit mein Auge reicht seh ich nuriaz , ich habe die ganze Brust voll Glück und über jedes Ende hinaus"utt mir mit goldnen Flügeln Unsterblichkeit.

^ach diesen Tagen der Entzückung ging er von einem Fiebertraum in

n Tod so schnell daß wir nur auf ein gewohnes Grab starren konnten

nd nicht glauben daß es ihn berge. Wir stürzten nieder in der dumpfen

er zweiflung der zurückgelassenen Gemeinde, wir wanden uns in sinn-

Set n Schmerz daß wir niemals wieder diese Hände berühren, daß uns nie-

. als wieder diese Lippen küssen dürften. Da drang seine lebendige Stimme

u Us und belehrte uns über unsre Torheit die ihn hier noch zwingen wollte

{ . uber den ehernen Fug daß in oberstem Adel die Notwendigkeit der

hen Auffahrt liege. Damit gebot er Schweigen unsren selbsüchtigen

r anen und Seufzern und erweckte uns für das neue Dasein, das wir nun mit

« beginnen sollten. So steht er vor uns wie wir zuletzt ihn sahen: nicht

de r eisigen unerbittlichen Hoheit des Todes sondern in der siegprangen-

/ n Glo r i e des Festes, geschmückt und mit dem Blumenkranz im Haar,

u ln A bbild einsiedlerischen duldenden Verzichtes sondern der lächelnden

^ blühenden Schönheit. Wir können nun gierig nach leidenschaftlichen

Ehrungen in unsren Weiheräumen seine Säule aufstellen uns vor ihm

. e rwerfen und ihm huldigen woran die menschliche Scheu uns gehindert

a ls er noch unter uns war".

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