und Freundschaft zu führen, gewährte das Schicksal den Verbunden«!'solange bis Maximin die ihm bestimmten irdischen Freuden und Leide"erfahren und seine Gestalt auch im Erleben und Wirken kein Sehern« 1blieb, solange bis der Dichter ihn durch den Bereich seines Lebens undWirkens geführt und von seinen Lippen für das drohendste Rätsel 0»Lösung erhielt, die auch die Stufen des Alters und Meisters ausglich undden Jugendlichen zum Freund und Gleichen berief. Weniger als drei Jal> regingen sie zusammen den Erdenweg. Da die Spannungen im Kreise de rMünchener Gefährten schon begonnen hatten, sah Maximin nur die veftrauteren Freunde Georges. Bei dem Zug der drei Dichter stand er alliebender Genius neben Dante-George, das Antlitz des Jugendlichen m 1dem dunkelblitzenden offenen Auge von demselben scharfen Schnitt w> edas Antlitz des Meisters mit dem bläulichen Blitz des tiefen wissend« 1Auges, beider Züge keinem Stamm der Deutschen besonders angehörend'wenn auch unverkennbar dem südlichen Raum von Rhein und Dona"entstammt, wo der Schwarze wie Dunkelblonde die gebräunte ttaut u r 'alter Züchtungen trägt. Bei einer zweiten Darstellung des WolfskehlscbeflMaskenzuges sprach er gemeinsam mit Gundolf die beiden „Jung« 'in eine einfache blaue Tunika gekleidet mit dem Veilchenkranz im Ha af 'Auf andern als diesen stillen Feiern ist er nie gewesen und wenn heutGelehrte und Pfaffen aus seinen Versen auf Dinge wie „Bekränzung ein 68Weibes bei einem Fest" und Ähnliches schließen, so beweist dies nur, "'wenig sie davon wissen, daß die Wirklichkeiten des Gedichtes auf j«* eLebensstufe andere sind und Jugend gerade äußere Tatsachen, die sie nie* 1erlebt, als Sinnbilder eines inneren Erlebens aufnimmt.
Bald darauf starb Maximin. Was der Dichter uns nicht offenbart ha 'wagen wir auch nicht zu enträtseln. „Maximin", so beschließt er seine **'innerung, „hat nur kurz unter uns gelebt. Gemäß einem frühen Vertrag d etler geschlossen wurde er auf einen anderen Stern gehoben ehe seine GÖ*lichkeit unseresgleichen geworden war. Er zog dem farbigen mannigfacheGeschicke des glorreichen Sterblings das erhabene stille Walten der Hin 1111lischen vor. Schon seine Kinderjahre waren angefüllt mit sprengenden J eseitsgefühlen mit dem Kampf wider den Unnennbaren. Zu ihm wandtesich als dem Einzigen mit dem sich zu messen er für wert hielt, ihn batum Prüfungen und Aufgaben und flehte als Lohn in seinen sehnsüchtigNächten um das Schauen des heiligen Antlitzes. Als er erfahren hatte, « aGott sich solchermaßen nicht eröffnen könne bot er ihm diesen Bund aso zeig dich mir im besten deiner sichtbaren Schöpfung! gib mir LedaGeliebte! Gib mir den großen Menschen den Meister! und wenn es waist daß hier jeder Bau fällt, jede Flamme lischt, jede Blume welkt: so ' a
316