Menschen von heute erscheint es das unwahrscheinlichste und außerzeit-«chste Geschehen dieser Tage, uns erscheint es als höchste Erfüllung derMeisterlichen Kraft weniger wunderbar als das Erscheinen des MeistersSelbst. Für ihn war der Gott nur so erlebbar und kein Zufall sondern seinle >denschaftliches Suchen hat ihn zu dem geführt, in dem seine großeL iebe sich erfüllte. Freilich auch kein noch so gewaltiger Wille konnteäa s Zusammentreffen mit Maximin erzwingen und wir sahen wie demGeister zuletzt nichts mehr blieb als das stumme Harren auf Gewährung0( *er der Untergang. Trotz aller Vordeutungen und Ahnungen trotz allerLeitungen und Erwartungen wurde im Geschehen selbst erst das Wun-er denkbar und sichtbar: über der Erscheinung eines jeden von ihnen' 8t ihre Begegnung und Freundschaft das Unerklärlichste und Wunder-ars te in ihrer göttlichen Geschichte. Daß Deutschland in einem Lebens-te r zwei solche Wesen erzeugte: den einen der der höchste geistige Ge-a »ter des Göttlichen, den andern der die höchste leibliche Gestaltung des°ttlichen war und von denen jeder das Wesen des andern in sich barg:* ne r das schönste Bild des jugendlich-heldischen Menschen, dieser dase «rste Bild des schöpferischen Meisters: daß beide als Dichter Trägerer gleichen göttlichen Urkraft waren — dies war das undenkbare Er-Snis der Zeitenwende und ließ aus ihrer Vereinigung den himmlischenei m erblühen, der nur in Tausenden von Jahren auf Erden einmal in°Uer Reinheit und Schönheit gedeiht, der aus seiner besonderen Ent-erung immer unvergleichbar mit jeder früheren aufwächst und darumschwer von den Menschen erkannt wird.
..Es wird das Schwerste für die Menschen sein zu glauben", sagte der
eister, „daß die göttlichen Mächte ewig sind, aber die Götter sterben
. ntle n und nur leben, solange der Mensch den lebendigen Glauben an sie
, s, ch trägt und Kraft hat in ihnen das Ewige zu sehen. Sonst bleibt nur
n leerer Name und es muß einer wiederkommen, der die Ewigen mit
p en füllt, sie in neuen Namen und Leibern entstehen läßt, so daß die
l gen wieder mit den Erstandenen wandeln. Dies zu fassen wird schwer
ln > aber mir ist das andre unfaßbar, wie ein Gott sein soll wo der Mensch
cht s ist und ihn weder glaubt noch darstellt. Ob die ewigen Mächte
*r der Menschenwelt noch Gesicht und Erscheinung haben, kann nie-
^d wissen und geht auch mich nichts an, da ich Mensch bin und für
^schen zu sorgen habe".
an ^it jenes Ereignis der Liebe ganz vergegenwärtigt und sichtbar
, /de, forderten freilich die ewigen Mächte des Lebens und Todes das
jj *J ste Opfer von den beiden Liebenden. Eine so lange Spanne Zeit als
u rft wurde, um ihre Gemeinschaft zum Gipfel menschlicher Einung
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