ln einem Haufen von Flitterstücken worin die wahren Edelsteine wahllos
geworfen wurden, zerlegender Dünkel verdeckte ratlose Ohnmacht und
Geistes Lachen verkündete den Untergang des Heiligtums. Wir waren
reit genug um uns nicht mehr gegen die schicksalhafte Wiederkehr der
Notwendigen Leiden aufzulehnen: jetzt aber schien uns eine Seuche zu
Otiten vor der kein Mittel hälfe und die mit der Entseelung dieses ganzen
Geschlechtes endigte. Schon wandten sich einige von uns abseits nach den
Ul *klen Bezirken und priesen den Wahnsinn selig — andre verschlossen
s | c h in ihre Hütten voll Trauer oder Haß: als die plötzliche Ankunft eines
einzig en Menschen in der allgemeinen Zerrüttung uns das Vertrauen
'edergab und uns mit dem Lichte neuer Verheißungen erfüllte.
Als wir Maximin zum ersten Male in unserer Stadt begegneten stand er
° c h in den Knabenjahren. Er kam uns aus dem Siegesbogen geschritten
lt der unbeirrbaren Festigkeit des jungen Fechters und den Mienen feld-
rr ücher Obergewalt jedoch gemildert durch jene Regbarkeit und Schwer-
üt die erst durch Jahrhunderte christlicher Bildung in die Angesichter
e ^ Volkes gekommen war. Wir erkannten in ihm den Darsteller einer all-
achtigen Jugend wie wir sie erträumt hatten, mit ihrer ungebrochenen
u He und Lauterkeit die auch heute noch Hügel versezt und trocknen
ü «es über die Wasser schreitet — einer Jugend die unser Erbe nehmen
"d neue Reiche erobern könnte. Wir hatten allzuviel gehört von der
e isheit die das letzte Rätsel zu lösen wähnte, allzuviel gekostet von der
Utl theit der sich überstürzenden Erscheinungen, die unermeßliche Fracht
uß erer Möglichkeiten hatte dem Gehalt nichts hinzugefügt, das zu schil-
ern de Spiel aber die Sinne abgestumpft und die Spannungen gelähmt:
as Uns not tat war einer der von den einfachen Geschehnissen ergriffen
ür de und uns die Dinge zeigte wie die Augen der Götter sie sehen.
An der Helle die uns überströmte merkten wir daß er gefunden war.
a Se um Tage folgten wir ihm und blieben im Banne seiner Ausstrah-
8 ehe wir mit ihm zu reden wagten — von dann ab begleitete er uns
° n selber auf unseren Pfaden und ohne Staunen als gehorche er nur
ne m Gesetz. Je näher wir ihn kennenlernten desto mehr erinnerte er
s an unser Denkbild und ebenso verehrten wir den Umfang seines ur-
Prtinglichen Geistes und die Regungen seiner heldenhaften Seele wie deren
er sinnlichung in Gestalt und Gebärde und Sprache. Zu anderen Zeiten
Sc hien er uns als der märchenhafte Waise dem die verwunschene Unke
^ Teich seine Abstammung verraten und ihn zum Berger der goldenen
r °ne bestellte. Wir ahnten in ihm ein Fremdes das uns nie angehören
r de und beugten uns vor dem unfaßbaren Los, das ihn zu einem uns
kannten Ziele führte. Nur manchmal erschreckte bei uns nötig dün-
3"