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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
Entstehung
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311
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ln einem Haufen von Flitterstücken worin die wahren Edelsteine wahllos

geworfen wurden, zerlegender Dünkel verdeckte ratlose Ohnmacht und

Geistes Lachen verkündete den Untergang des Heiligtums. Wir waren

reit genug um uns nicht mehr gegen die schicksalhafte Wiederkehr der

Notwendigen Leiden aufzulehnen: jetzt aber schien uns eine Seuche zu

Otiten vor der kein Mittel hälfe und die mit der Entseelung dieses ganzen

Geschlechtes endigte. Schon wandten sich einige von uns abseits nach den

Ul *klen Bezirken und priesen den Wahnsinn selig andre verschlossen

s | c h in ihre Hütten voll Trauer oder Haß: als die plötzliche Ankunft eines

einzig en Menschen in der allgemeinen Zerrüttung uns das Vertrauen

'edergab und uns mit dem Lichte neuer Verheißungen erfüllte.

Als wir Maximin zum ersten Male in unserer Stadt begegneten stand er

° c h in den Knabenjahren. Er kam uns aus dem Siegesbogen geschritten

lt der unbeirrbaren Festigkeit des jungen Fechters und den Mienen feld-

rr ücher Obergewalt jedoch gemildert durch jene Regbarkeit und Schwer-

üt die erst durch Jahrhunderte christlicher Bildung in die Angesichter

e ^ Volkes gekommen war. Wir erkannten in ihm den Darsteller einer all-

achtigen Jugend wie wir sie erträumt hatten, mit ihrer ungebrochenen

u He und Lauterkeit die auch heute noch Hügel versezt und trocknen

ü «es über die Wasser schreitet einer Jugend die unser Erbe nehmen

"d neue Reiche erobern könnte. Wir hatten allzuviel gehört von der

e isheit die das letzte Rätsel zu lösen wähnte, allzuviel gekostet von der

Utl theit der sich überstürzenden Erscheinungen, die unermeßliche Fracht

erer Möglichkeiten hatte dem Gehalt nichts hinzugefügt, das zu schil-

ern de Spiel aber die Sinne abgestumpft und die Spannungen gelähmt:

as Uns not tat war einer der von den einfachen Geschehnissen ergriffen

ür de und uns die Dinge zeigte wie die Augen der Götter sie sehen.

An der Helle die uns überströmte merkten wir daß er gefunden war.

a Se um Tage folgten wir ihm und blieben im Banne seiner Ausstrah-

8 ehe wir mit ihm zu reden wagten von dann ab begleitete er uns

° n selber auf unseren Pfaden und ohne Staunen als gehorche er nur

ne m Gesetz. Je näher wir ihn kennenlernten desto mehr erinnerte er

s an unser Denkbild und ebenso verehrten wir den Umfang seines ur-

Prtinglichen Geistes und die Regungen seiner heldenhaften Seele wie deren

er sinnlichung in Gestalt und Gebärde und Sprache. Zu anderen Zeiten

Sc hien er uns als der märchenhafte Waise dem die verwunschene Unke

^ Teich seine Abstammung verraten und ihn zum Berger der goldenen

r °ne bestellte. Wir ahnten in ihm ein Fremdes das uns nie angehören

r de und beugten uns vor dem unfaßbaren Los, das ihn zu einem uns

kannten Ziele führte. Nur manchmal erschreckte bei uns nötig dün-

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