s »nd noch Spiegelungen und Erinnerungen der jugendlichen Seele selbst,w »e am stärksten die früheste zeigt, jenes seltsame Traumbild des AL-GABAL der die eigne Knabenhaftigkeit lebendig an seine Seite rufenföchte. Sie traten in den späteren Werken vor den Bildern der Jünglingeu nd Männer zurück und kehrten erst verwandelt wieder, nachdem die" e irnatliche Erde dem Dichter ihr schönstes göttlichstes Kind leibhaftigentgegengesandt hatte. Unerdenkbar und unerfindbar und dennoch nichtPJötzlich und unbereitet kam dieses Wunder in höchster Not. Wir haben^erfolgt, wie George sich in seinen europäischen Wanderungen allmäh-lic h immer mehr auf Deutschland beschränkte und das Ausland langsaman Bedeutung zurücksank, wie in der Heimat sein Umkreis wuchs, seineWurzeln tiefer schlugen, seine Kämpfe und Freuden ausgetragen wurdenu «d seine Gesichte immer dichter Art und Erbe des Vaterlandes wiederspie-& e hen. München vor allem wuchs ihm näher ans Herz: die einzige Stadt ine utschland, wo die Lichtfülle dem Himmel ein tiefes Blau gibt wie es°nst nur der Süden jenseits der Alpen kennt, wo Sonnenauf- und -unter-Sange von einer Leuchttiefe und Farbigkeit erglühen, die unvergleichlich■*■ Sie hat wie Paris und Wien schon durch Lage und Luft einen Ört-chen Zauber, der umfängt und trägt und jenes Gefühl des Immerda-Sewesenseins und Bleibenwollens gibt, das noch von menschlichen Be-übungen und Bindungen unabhängig ist. Paris die Weltstadt des Abend-a °des, Wien der Vorort des Morgenlandes sind beide eingetaucht inachtbare Terrassen oder Mulden, Talstädte an Fluß oder Strom, diec hon nach langem Laufe breit und sanft vorüberwallen. Zwischen ihnenle gt München auf der kahlen und kargen bayrischen Hochebene noch0n * reißenden, grün und weiß schimmernden Bergwasser der Alpen durch-rö mt: wie die beiden Weltstädte ganz katholisch, aber ohne die Locke-n S und Aufklärung der westlichen, ohne das frömmelnde Kirchenregi-eiJ t der östlichen, weniger leichtfertig in Sittendingen als beide, aber° n gesunder fast naiver Sinnlichkeit, weniger heiter und anmutig inlr »er Geselligkeit, aber zuweilen von wilder überschäumender Festfreude,) e wie auch der schnell entfachte Streit seiner Volkskinder im Übermaßs zur brutalen Entladung steigt. Zu diesen erdhaften Gegebenheiten undAschen Triebkräften war durch die Witteisbacher ein geistiges Lebenengerufen und aufgezogen worden, in dem das künstlerische Elementas wissenschaftliche überwog. Wie im Stadtbilde die Antriebe Maxi-1 *ans I. und Ludwigs I. noch günstig weiterwirkten, so wirkte als Für-.jild die hohe unselige Gestalt Ludwigs II. noch Liebe weckend inn Herzen des Volkes nach und gab ihnen ein Wissen von männlicherhe »t und adliger Schönheit, das sonst erloschen war. Hier wehte eine
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