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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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^en, erhob sich hier die Verführerfrage, sollte er nicht selbst seine Kraftln den Wirbel werfen und mit stürzen helfen, wo ein Aufbau nicht mehrm °güch war? Schon neigte er sich der Verlockung zu, mit dem eignenß lute die Dämonen des Dunkels zu atzen und die Vertauschung vonAuflösung und Erneuerung, die in Wendezeiten nahe beieinander liegen,lle ß ihn einen Augenblick glauben, daß die Wegschwemmung des Erstarr-ten und Erschlafften in der Flut der Triebmächte schon Wachstum be-hüte. Denn eins ist nicht ohne das andre und sind dennoch nicht dasReiche. Die Richtungskräfte des geistigen wie des leiblichen Lebens drehenSlcl » im Kreislauf von Werden und Vergehen, aber die Keimkraft kannn >cht wurzeln wo alles zugleich in den Wirbel des Todes oder Untergangsstür zt, wo Vater und Mutter Samen und Boden von der Urflut erfaßtn d ins ununterscheidbare Chaos verschwemmt werden. Das Sterben derSeistigen Weltbilder geht wie das der Körper bis in die letzte Zerlösunger zeitlichen Formen, aber Gestalten und Leiber steigen nur auf wenner Keim des Lebendigen in einem zeitlichen Schöße versenkt und be-a "rt blieb, wenn er aus Scheidung und Zerfall die Kräfte schon an sichau gt. Nur neue Gestaltung ist neues Leben, nur Verleiblichung des Gött-Ic "en ist neue Gottwelt, aber die Auflösung aller Gestaltung wäre der» ru nd- und uferlose Schlund, dem nichts mehr entquillt.Wi r haben im vorigen Buche geschildert, wie der Dichter dieser Ver-jüng entging, wie er dann um so trostloser vor dem Rätsel des Weiter-,r kens stand, bis der Mund Maximins ihm alle Zweifel löste und zeigte, der Weg schon beschritten war, nach dem er suchte und sann, daßai «pfplatz und Mittel und Ziel auf der Höhe der Bahn noch die gleichenare n wie beim einsamen zarten Beginn. So gedieh ihm die Wende desc hicksals zum größeren Heil, er fand die Antwort auch auf die letztera 8e und die Antwort heißt hier: Geburt des Gottes.

2 - KAPITEL: DIE BEGEGNUNG MIT MAXIMIN

A LLE Liebe" sagt Goethebezieht sich auf Gegenwart,--------ja um

* * das letzte auszusprechen: Die Liebe des Göttlichen strebt immer^ach, sich das höchste zu vergegenwärtigen". George hatte seine Liebees Göttlichen im Werke vergegenwärtigt, aber nach der ganzen Wesen-eit seines Geistes mußte er ihre Vergegenwärtigung auch im MenschenUc hen, wie es alle gläubigen Alter des Menschengeschlechts getan haben.be r in einer Welt, welche die Götter der Völker für Erfindungen, denöstlichen Gottmenschen für ein synkretistisches Wahnbild hielt, welche

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