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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Mattigkeit zu zerreiben drohte? Die Weissagung unserer Väter von einerschöneren Gestaltung des deutschen Volkes wurde verlacht, ihr Traumv °n einer Erfüllung des Deutschtums in einer heiligen Heirat mit demleiste von Hellas nicht einmal mehr verstanden, ihre fromme wilde Sehn-sucht der Gottheit oder den dunklen Müttern ein neues Menschen- undWeltbild abzutrotzen wurde in den Eifer um die seellosen Erfindungenn <3 Errungenschaften an Sachen und Stoffen umgedeutet, und währendSei n Hochmut über das Erdachte und Gemachte schwoll wurde der MenschSlc h selber klein und verächtlich.Wir sahen: der Dichter hatte auf seinem Felde den Kampf aufgenom-e,1: aus dem einzigen unzerriebenen geistigen Mittel der Sprache hatter seine Waffe geschmiedet, das Erschlaffte wie Zerfahrene befochten,ia unter dem neuen Klange gesammelt, was noch Kraft hatte daschöne zu hören und am Traum der Welt zu schaffen. Sein Glaube ane glänzende Wiedergeburt der Kunst hatte sich in der Dichtung erfüllt.ei nem unerhörten Siegeslauf von zehn Jahren hatte er selbst die zwölfLichtkreise von den HYMNEN bis zu den LIEDERN VON TRAUM UNDD vollendet, im gleichen Zeitraum die besten Dichter seines Volkes111 sich gesammelt und in den Blättern für die Kunst ihrer Gemeinschafte bleibende Mitte gegeben. Von Paris bis Wien, von Amsterdam bisar schau saßen seine Mitstreiter im Kampf und die Gefährten eines fest-en Lebens. Der Schritt in die Öffentlichkeit war eingeleitet und be-utende Denker mühten sich um die Erkenntnis und Deutung der neuenlc htung. Was geleistet war genügte für ein Schicksal. Schien sein WerkCht getan? Was konnte er noch ersehnen, was ihn noch treffen als dielr kung des Getanen in die Weite und Breite? Aber ein Beharren auf^ Erreichten, eine Wiederholung oder auch nur Ausgestaltung der

mal geschaffenen Formen war für diesen Geist undenkbar. Hier öffnetesichn nach der Vollendung des TEPPICHS, zwischen Schöpferlust und

°Ptungsraum ein Abgrund, in dem auch für ihn nur Tod oder Wahn-

n zu lauern schien. Alle geistigen Innenbereiche waren durchfahren,

Ergreifbare ergriffen, so weit es der Geist im freien Flügelschlag

e Berührung mit einem Draußen, einem menschlich-stofflichen Anders-

m > durchformen konnte. Mit der Wendung zu sich selbst, der Darstel-

s g des eignen Dichtergeistes im Engel des Lebens schien der Ring ge-

^ °ssen. Der Schauer des Endes nicht aus Krafterschöpfung sondern vor

^ r Leere der Welt hatte auch ihn erfaßt: der Hebel war da, aber kein

£. lc ht mehr zu heben und eine Trostlosigkeit ohnegleichen überkam den

V . ter " ^ach der Eroberung des ganzen Innenraumes stand vor dem

achter der Zeit und Mitwelt das Draußen, das Andre als Inhaber

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