te inen Lieder d'Annunzios aus seiner Frühzeit, aus der auch die Über-tragungen Georges stammen, lange nicht dieselbe Beachtung fanden, ge-ni eßen seine Romane und Dramen eine ungeheure Berühmtheit, so daß erde r repräsentative Dichter Italiens genannt werden kann.
Über die Gedichte Waclaw Lieders haben wir schon gehandelt. Er bliebln seinem Volke einsam und ohne Nachfolge.
Es ist das Schicksal, das auch die meisten Dichter des germanischenHeises traf. Swinburne, der ähnlich wie Baudelaire eine Kampfstel-Un S gegen das bürgerliche Jahrhundert einnahm, hatte die englischeGesellschaft durch die glühende Sinnlichkeit seiner Dichtungen zurück-stoßen und sang früh vereinsamt seine vollendeten Gesänge, in denenle düsteren Wirbel der nordischen Inseln sich mit den süßeren Klängener jonischen zu vermischen scheinen. Wenn er noch aus dem spätauf-re chenden Wunder Rossettis und der Präraffaeliten eine neue Begeiste-n g schöpfen konnte, so fand das jüngere Geschlecht Englands, Dowson, n d sein Freund Beardslay, schon keinen Zustrom an Kräften mehr vor:ne r mußte sich auf die Verfeinerung der ursprünglichen Elemente wer-n > dieser an Stelle des Schönen das Raffinierte setzen und jeden Stoffer Welt, auch den der heiligen Sagen und Geschichten, in einer über-P'tzten und frivolen Künstlichkeit vertun. Der Zeichner tat es in der Zer-rung bei weitem dem Dichter zuvor, der auf der zerreißenden Harfen glands noch einige ergreifende Akkorde der letzten Trauer griff.,^ie in Frankreich und England so fand, wie wir heute sehen, jenesats elhafte gemeinsame Beben in den Seelen der europäischen Dichterüc ° in den anderen Ländern keinen dauernden Widerhall in der Jugend,8 v erklang in den einen allmählich, in anderen verstummte es fast plötz-c "- George erlebte dieses Verklingen und Verstummen als persönlicheSchicke seiner Freundschaft und als Wandel seines Verhältnisses zurUr °päischen Dichtergemeinschaft. Ihn konnten alle Scheidungen und"remdungen nicht mehr erschüttern, nachdem er die Gewißheit hatte,der schöne Sang um ihn selbst in Deutschland nicht erstarb. Was ihm^einsam mit den Trägern der neuen Dichtung in den Nachbarländernar > Was jeder von ihnen nach dem Bau und den Gesetzen seiner Spracheers ucht hatte: „das Wort aus seinem gemeinen alltäglichen Kreis zu, lße n und in eine leuchtende Sphäre zu erheben": er war gewiß, daß ess e i n e m Lebenskreise als ehrwürdiges Gut bewahrt wurde — es drangn in der Sammlung seiner Übertragungen als deutsche Stimme in denr °Päischen Raum zurück, den er durchwandert hatte. Als er zuerst ihref.. chte in den Blättern aufgenommen hatte, waren von den meistenc htern, wie wir bemerkten, nicht einmal die Namen in Deutschland
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