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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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llc hen Gesichte" und dieLobreden" laut zu lesen, gehört zu den reinstenFreuden und Entzückungen der Kunst.

Neben den Prosestücken faßte George in diesen Jahren die zum Teils chon in den verschiedenen Blätterfolgen veröffentlichten Übertragungender ausländischen Dichter zusammen. Baudelaire erhielt als nicht zeitge-n °ssischer Dichter einen besonderen Band, die übrigen wurden auf zwei°andeZeitgenössische Dichter" verteilt, von denen der erste den ger-manischen protestantischen Kreis umfaßte: England mit Rossetti, Swin-" Ur ne und Dowson, Dänemark mit Jacobsen, Holland mit Kloos und Ver-^'y. Belgien mit dem zwar nicht der Sprache aber dem Wesen nach fla-nschen Verhaeren, der zweite den romanisch katholischen Kreis: Frank-en mit Verlaine, Mallarme, Rimbaud und de Regnier, Italien mit d'An-ü nzio und Polen mit Waclaw Lieder. Von den Übertragungen Liedersfld Verweys erschienen zu gleicher Zeit zwei Sonderdrucke, die nicht in<* er > Buchhandel kamen. Andre wie Viele-Griffin, Stuart Merril, Saint-Paul,^°reas, Gorter, von denen ebenfalls Übertragungen in den Blättern er-zenen waren, wurden teils als nicht artvertretend genug teils als nichtsatiz eigene Arbeit von der Sammlung ausgeschlossen.

Die DEUTSCHE DICHTUNG hatte den vaterländischen Erbraum Um-trieben, in den gesammelten Übertragungen der ausländischen Dichterle ß George den geistigen Raum Europas in zeitgenössischen Dichtern er-lernen, denen er selbst als Jüngster angehörte. Nirgends sonst ist dieserlc hterische europäische Raum in solcher Einheit und Unmittelbarkeit* rs chienen als in der Sprachschöpfung des einen Dichters, der zugleicher mitlebende Genosse der meisten war und anderthalb Jahrzehnte langlt ihnen in gleicher Kampflinie gegen ein verflachtes oder entartetesc hrifttum gestanden hatte. Er hatte durch diese noch persönliche Ver-n tipf Un g mit den Dichtern des Auslandes und die Eindeutschung ihres, s *en Gutes das so oft gerühmte aber seit der Mitte des 19. Jahrhunderts<fer geistigen Sphäre mehr und mehr vernachläßigte Streben nach einerr °päischen Bildungseinheit wieder aufgenommen und wie wir sahen,c " bei bedeutenden Männern der westlichen und südlichen Nachbarn die°«nung auf eine innigere geistige Verbindung mit dem neuen Deutsch-atl d wieder geweckt.

Unsere klassischen und romantischen Geister hatten am Beginn des9 ' Jahrhunderts den fruchtbaren Einstrom deutschen Wesens in dasc hrifttum der Nachbarn geleitet, Baudelaire bildete von dort her noche Brücke zu den zeitgenössischen Dichtern des Auslandes am Ende desa «rhunderts. Dieser Nordfranzose seine Eltern stammten aus derampagne und Normandie war in zwei Dingen den Deutschen ver-

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