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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Sen die Bilder und Gedanken in schöngegliederten Satzgefügen in ununter-brochener Wellenbewegung weiter, lassen häufig den neuen Satz aus einem^genommenen Wort des vorhergehenden entfließen oder verbindene i«en neuen Gehalt durch eine gleichläufige Linie des Satzbaues mit demfrüheren. Er lockt uns wie ein sanft niederströmendes Wasser zum Weiter-e 'len, die Schimmer und Schatten springen uns voraus und auch wo wirtle feren Grund ahnen verweilen wir nicht, sondern folgen dem immer neu-err egten Spiel. Von dieser Leichtigkeit und Geläufigkeit hat Georges Prosen, chts. Sie schmeichelt sich nicht ein, sie duldet kein gleitendes Vorüber-ei ' e n, sie enthebt uns nicht durch verschwimmende Tönung oder phanta-stl sche Fernluft der Wucht des Augenblicks, sondern zwingt uns vor demße nannten stillzustehen, nur Wort um Wort weiterzuschreiten und die ver-pflichtende Gegenwart des Gesagten klar und hart auf uns wirken zu lassen,"re Wortwahl ist ungewohnt und fremd statt anheimelnd und bekannt,lllr e Lautfolge meist wuchtig und spröde, ihr Satzbau gedrängt und knapp0( ier von weitgespannten Gefügen, die oft durch einen Gegenrhythmus vona "ender syntaktischer Gliederung und aufsteigender Bedeutung des Sinn-sehaltes in sicherer Schwebe gehalten werden. Wir können auf diesem all-senieinen Grunde zwei besondere Ausdrucksarten der Prose Georges unter-leiden: einmal die Vorreden, Merksprüche und Betrachtungen, die meistals Einleitungen den Blätterfolgen vorausgeschickt und großenteils von~* e °rge selbst verfaßt wurden und zweitens die Schilderungen von Tag unda ndschaft, Traum und Bild und die Gesichte und Lobreden, welche er zu-* rst im Jahre 1902 in den TAGEN UND TATEN gesammelt und ver-deutlicht hat. Für beide Gruppen gilt das Wort der ersten Folge:Wennu dichtest sing und male, wenn du redest, gib kurze Gedanken und ingut er Reihe", aber die erste Ausdrucksart ist mehr vom täterhaften Trieb,le zweite mehr vom dichterischen her bestimmt.

, *m Sinne des Hölderlinschen Wortes:Der bloße Gedanke so edel er

*> kann doch nur den notwendigen Zusammenhang, nur die unverbrüch-

, en allgültigen unentbehrlichen Gesetze des Lebens wiederholen", waren

le Einleitungen und Merksprüche eine sparsame Begleitung des vollen-

te n Werkes, sie stammen nicht aus der Not des suchenden Verstandes,

°ndern aus der Gewißheit des Geschauten und suchen es in der Sphäre

es Wollens und Unterscheidens sichtbar zu machen. Nur das wesentliche

beutend, auf das Bezeichnende hindeutend, ohne je das Kunstwerk als

at izes anzutasten oder die innigen Zusammenhänge des Lebens zu ver-

!** tn > sind sie nicht wissenschaftliche Erkenntnis, sondern Kampfmittel,

b grenzungen gegen die Widerweit und Sichtung des eignen Raumes.

,c ht Gesetze zu ergründen war ihr Sinn, sondern Richtung Weg Absicht

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