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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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tischen Formen mit dem Zauber halbverlorener Untertöne, die für viele«en Weg zu jenen erst vorbereiteten und deren glatte Fügung die Wider-Breite des Lebens fast vergessen machen mit denen sie gerne spielen. Inei nen Prosen trug er als erster gehobene und schöngeformte Satzgefüge inle verwilderte Schreiberei der Öffentlichkeit und weit über das gewöhn-te Maß hinaus enthielten sie tiefe Einsichten in menschliche SeelengründeUtl d künstlerisches Schaffen. Aber auch für den bedeutenden Könner liegte ute wie in keiner Zeit die Gefahr nahe in der übergroßen Freiheit des per-°nlichen Handelns sich selber zu verlieren. Hofmannsthal hatte in all denJähren die Führerschaft Georges verschmäht und trotz der gemeinsamenät »gkeit in den Blättern seine Nähe fast gemieden. Jetzt mußte er nacher *i Scheitern aller Hoffnungen den selbstgewählten Weg als falsch erken-eri und zweifelte nach den enttäuschenden Erfahrungen an seiner Kraft,Ie Gegenmächte auf seine Weise zu besiegen. Jetzt bekannte er seine allzu» r °ße Achtlosigkeit in der Verbindung mit wesensfremden Elementen und^lte sich aus der ungeheuren Verworrenheit des Massenlebensin dene msten Kreis zurückgetrieben". Aber war er selbst nach solcher Bahnc h der Gleiche? Bedeuteten die nutzlos vertanen Kräfte nichts? Suchtele r der Müde nicht am Ende eigner Klugheit, aber auch am Ende eignerü gungskraft den Meister, der nach seinen Worten in immergleicherar ke und Klarheit vor ihm stand und wird er nicht an diesem uner-^itterlichen Felsen ganz zerschellen statt an ihm auf zuklimmen?

m das Jahr 1902 sprachen einige geradezu bewegte Briefe Hofmanns-a ' s die Bitte aus, wieder längere Zeit mit George zusammenzusein. Ge-Se suchte vor einer Wiederbegegnung in einem Briefwechsel die Hinder-te wegzuräumen, welche die Jahre der persönlichen Trennung aufge->» ** hatten. Er verschwieg nicht, was er gegen den Gefährten auf demr zen hatte, daß es ihn geschmerzt habe, ihn im Kampfe des Guten gegenVerkannt Schlechte mit belanglosen Menschen in einer SchlachtlinieSe hen, un d auf Zurückhaltung und Ängstlichkeit zu stoßen, wo er ihm., e Offenheit über seine Pläne und Ansichten entgegenbrachte, er schrieb-* 1 von dem einstigen festen Glauben: daß sie beide durch Jahre im deut-e n Schrifttum eine sehr heilsame Diktatur hätten üben können und^chteHofmannsthal allein verantwortlich, daß auch diese Möglichkeit ver-n wurde. Heute freilich sei das alles leichter zu vergessenda unsre Be-übungen dennoch zu so schönem Ende geführt haben und eine Jugendn ter uns kommt voll Vertrauen, Selbstzucht und glühendem Schönheits-nsche". Doch erfreue er sich der neuen gegenseitigen Näherung, aberr ade seine unwandelbare Gesinnung für den Menschen und Dichter Hof-ntl sthal lasse ihm eine Klärung des Vergangenen nötig erscheinen. So

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