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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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baren Verantwortung und dem zupackenden Tun hatte auch in der Ge-meinschaft der Dichter statt.

Hugo von Hofmannsthal hatte schon in den neunziger Jahren geglaubtgewissere und schnellere Wege der künstlerischen Wirkung auf die Zeit z ukennen und hatte sie alle vergeblich versucht. Die Pflege einer Kunstübungauf dem festen Boden der von George geschaffenen dichterischen Ebene, dieauch mittleren Talenten eine sichere Erzeugungsart und vor allem einen bcstimmten Gang im Leben erlaubte, hatte ihn schon früh mit Ungeduld gege"die Blätter erfüllt, ja die immer gleiche Zurückhaltung der Blätter gege°die breite Öffentlichkeit stand im Widerspruch zu seiner Absicht, dem vei"wirrten Geiste unseres Zeitalters auf vielen unbemerkten Wegen, gleich-samin den verschiedensten Verkleidungen beizukommen". Er hatte sie«in dieser Hoffnung fast in allen Gattungen und Arten des Schrifttums vomdramatischen Spiel bis zum journalistischen Essay hinab versucht, hatt esich an manchem Unternehmen mit ihm wesensfremden Schriftstellern undVerlegern in der Erwartung beteiligt, sie zum besten lenken zu können,hatte seine Erzeugnisse in vielen Zeitschriften und Zeitungen zerstreut,um in die Tagesschreiberei ein Körnchen echten Dichtergutes zu mischen,und hatte endlich auch geglaubt, das Theater unserer Tage wäre noch eineStätte, an der man das Publikum zunächst durch leichtere Kost verlocke 0 "zu immer höheren Ansprüchen der Kunst emporläutern könnte. Er hatteunter dem Eindruck der großen Menschendarstellerin Eleonore Düse o ,eerste Wiener Düse-Woche im Jahre i8g2 mit der Woche der großen Dionysien im antiken Athen verglichen und von der tiefen Erschütterung, welchdie Künstlerin in seiner Vaterstadt hervorrief, auf die Bedeutung des Or tegeschlossen, an dem noch solcher Rausch und solche Sehnsucht in den H eI "zen erzeugt werden konnte. Als diese Frau nach einem Jahrzehnt am se'ben Orte wieder spielte, fand er sie selbst noch gewachsen, aber sah nuall die Erbärmlichkeiten und Äußerlichkeiten des heutigen Theaters übedie sie ihm hinausgewachsen schien. Sein Glaube an das Theater war i°'zwischen tief enttäuscht worden und in denselben Jahren waren alle Ho* 1nungen, die er an rührige Unternehmerliteraten, an bildungverbreiten"Tagesblätter, ja selbst noch an einige Naturalisten-Häuptlinge geknüphatte, gänzlich zuschanden geworden. Gewiß er konnte mit Recht behaup'ten, daß alle jene Vermischungen den Wert seiner Arbeiten nicht geminde fhätten und wenn auch kein Werk dieses Jahrzehnts mit demTod des " lzian" zu vergleichen war, so hatte Hofmannsthal doch in den verschiednen Gattungen Stücke geschaffen, die immer wie edlere Fremdlinge in "schlechten Menge standen, die sie umgab. Der einschmeichelnde südü cnDeutsche schuf neben den härteren Gebilden Georges die weicheren m uS

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