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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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9- KAPITEL: SCHEIDUNG UND SAMMLUNG

A LS am Beginn des Jahres 1904 der zweite Ausleseband der Blätter^ftir die Kunst aus den Jahren 18981904 erschien, welcher die imUf uck befindliche siebente Folge schon zu einem Teile mitumfaßte, erwi-derten die Herausgeber im Vorwort auf den ganzen Wust der öffentlichenn griffe, die wir schilderten, nur mit dem Hinweis auf die schon sichtbar6 e wordene Zurückdrängung des Naturalismus durch die dichterische undSc hönheitliche Wiedergeburt. Wichtig schien ihnen vor allem der unver-kennbare Einfluß auf das werdende Dichtergeschlecht, das hier eine sicheren d unverrückbare Mitte gefunden hatte:Mögen auch über Wert und «schbarkeit der Blätter für die Kunst", so schloß das Vorwort,die ver-c «iedensten Ansichten sich bekämpfen, so viel ist sicher: sie waren zure,t ihrer Gründung wie heute noch in dem verworrenen Getriebe der° n dererscheinungen die einzige dichterische und künstlerische Be-rgung".Auch in einer Anzahl von Einzelwerken der Dichter und Künstler kamer lebendige Fortgang der Bewegung in diesen Jahren zur Erscheinung.^ Jahre 1900 vollendete Lechter den Kölner Pallenberg-Saal mit dem° r °ßen Gemälde derWeihe am mystischen Quell", auf dem er das Ant-z des Dichters verewigte, 1901 erschienen von George: Baudelaire, Dieüt nen des Bösen, Umdichtungen, 1902 vonTreuge: Der Traum der Tren-S> :go3 von George: Tage und Taten, von Hofmannsthal: AusgewählteRichte, von Wolfskehl: Gesammelte Dichtungen, von Friedrich Gundolf:° r *unat, 1905 von George: Zeitgenössische Dichter, von Wolfskehl: Saul,^ Friedrich Gundolf: Zwiegespräche und von Ernst Gundolf: ZwölfAhnungen. Ludwig von Hof mann zeichnete das Titelblatt zu den Ge-cl tten Hofmannsthals, Lechter gab denZwiegesprächen", demTraumr Trennung" und denTage und Taten" die schöne schlichte Buchform.yr il Scott veröffentlichte zur selben Zeit seine Übertragungen George-er Gedichte ins Englische, auch Gerardy sammelte seine deutschen Ge-^te, die aber nicht mehr erschienen sind. Erwähnen wir noch das Er-winen der fünften bis siebenten Folge der Blätter und der schon bespro-e «en Schriften und Aufsätze in diesen Jahren, sowie die 1905 veröffent-"ten Übersetzungen der Aufsätze Verweys und Van Deyssels durch Gun-^ lf . so bietet diese Überschau über die Tätigkeit des Kreises die rechte Er-^nzung zum Bild der festlichen Tage und Wochen in München zur glei-Che * Zeit.°iese Einheit des Handelns nach außen wurde freilich nur unter stetenat npfen bewahrt und die Flucht des sozialen Menschen vor der unmittel-

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