Entartung in den Sittenstücken der Franzosen und den Opern RichardWagners fehlen nach Wolfskehls Meinung die Vorbedingungen einerft euen Dramatik und „das Theater ist zu einem Schattendasein verdammt,"essen unreine Zwitterhaftigkeit Abscheu erwecken muß — — so sehen* ,r denn die Dichter mehr und mehr der Bühne entraten, mit der sie nurln erniedrigender Verbindung leben könnten".
Mit der gleichen Unbedingtheit wie in dieser Frage setzten die Merk-Pfüche der siebenten Folge sich auch wieder mit einigen anderen Berei-ten drinnen und draußen auseinander. Sie sahen den kleinen Kreis ihrernhänger nun schon zu einer geistigen und künstlerischen Gemeinschaftheitert, die sich durch ein besonderes Lebensgefühl verbunden fühlte,"er diese Einbeziehung immer größerer Kreise bedeutete keine Wandlunger inneren Einstellung: „Niemals wurde das ursprüngliche Ziel aus denü gen gelassen und stets nur das gesehen, was vom selben heiligen StromSetragen und mitgerissen wird".
Wenn darauf hingewiesen wurde, daß frühere Mitarbeiter ihre Kräfte in-Wls chen in den Dienst anderer Unternehmungen gestellt, daß andre auchu ßer den Blättern gute Gedichte geschaffen hätten, daß außer den Bel-agen einiger bedeutenden Persönlichkeiten nur Versübungen mehr oderln der Begabter in den „Folgen" stünden, so durfte mit Recht geant-
0r tet werden, daß die Blätter von jenen alles Wesentliche enthielten, daßSip
noch kein Fernbleiben zu bedauern, keine Ausschließung zu bereuen
at ten und daß der letzte Vorwurf nur aus einem oberflächlichen und tat-
ac henfremden Klügeln hervorgehen könne, „das nicht weiß, wieviel Spiel
nd Arbeit, Suchen und Haschen, wieviel .Exerzitium' jede Kunstübung,
c " die allergrößte, einleiten und begleiten muß".
Gerade weil der Größte sich nicht als Vereinzelter außer der Gemein-
' h aft gestellt sondern in ihr den Fruchtboden geschaffen hatte, auf dem
ln e „Neuen Träume" gedeihen konnten, sah er in der Jugend größere
^wälzungen und Erneuerungen reifen, von denen sich schon manche
nur »gen in den Gedichten niederschlugen „wenn auch nur wenige Men-den etwas wissen von der unmerklichen Schwalbe die dem Sturm vor-
s fliegt". Die von der Wissenschaft neugeprägten Scheidungsworte wie*°ffkunst und Phantasiekunst, stoffliche und formale Künstler glaubtenle Blätter fast alle auf den Gegensatz von Nord und Süd, Italien und Hol-n d zurückführen zu können: sie verschwänden in den Regionen jeder" c "ten Kunst und es bedeutete etwa dasselbe wenn wir sagen: „Traumbil-er > die bezaubern wie Wirklichkeiten, oder Wirklichkeiten, die bezaubernle Traumbilder". Den Blättern war nicht gelegen an mehr oder minderu gen Begriffsordnungen, an mehr oder minder gültigen Benennungen,
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