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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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aren, erscheinen hier im festlich freien Spiel als Träger ihres eigenendichterischen Seins, und die Dichter selbst treten als Träger ihres Schick-sals auf wie es in ihren Dichtungen Gestalt gewonnen hatte. Der Gottes Rausches, Dionysos, beschwor sie in dem Wolfskehlschen Spiele alleau t den Schauplan: Algabal und Gianino sprachen von der Frühzeit ihresWerdens und gegenseitiger Bewirkung, Manuel und Leila weckten diew undersame Märchenluft des jugendlichen Traumkönigs noch einmal auf,er Irrfahrer, das ebengeschehene Schicksal der Abgesprengten verkör-pernd, wich unter dem Fluchgesang der Brüder in Frost und LeereWl schen zwei Reichen, der Meister und die beiden Jünger riefen mit demßroßen Bild der Vorüberfahrt des Seefahrers am heimatlichen Strandle innige Gegenwart der Liebe und zugleich ahnend die zukünftigenweren Fahrten auf: nur der Meister hat eine wirkliche Vision. In sie-en Frauen verkörpert wurden die sieben Folgen selbst in den Raum be-c "Woren und huldigten der erstgeborenen Dichtung. Endlich berief der*t nach dem ewigen Gesetz seines Untergangs und seiner Wiedergeburtas Rote Kind, mit dessen Erscheinung das Neue Leben erwacht und erbst »zum Opfer gut ist". Mit einem Lobgesang auf das glühende Kind,ein alle Mutter sind, schloß der Gesamtchor das Spiel.

" e rgleicht man die Dichtung mit dem früher entstandenenDreigesang"° n Wolfskehl in derselben Folge, in dem der höchste Anspruch der Kos-l ker auf die Geburt des allgebärenden Eros niedergelegt ist, so begreiftan die ganze Kluft zwischen den Anschauungen der Männer, die sich inJ etler » Jahren gegenüberstanden und doch um die gleiche Erneuerung dese bens rangen. Die dichterische Kraft unterschied sich nur dadurch voner »kosmischen", daß sie werkschaffend von der Gnade der Liebe erwar-c > was die drei in glutgesteigertem Rausche erzwingen wollten, daß sie>lc n willig in die Gesamtheit der Gemeinschaft stellte, wo jene im verein-ten Bündnis sich aussonderten und daher in sich selber uneinswerdendSplitterten. Selbst in diesemDreigesang" aus der Zeit der äußerstenversieht ihres Glaubens klingt der Schluß mehr wie ein verzweifeltern dschrei als wie ein Triumphruf am erreichten Ziel, während das Masken-Ple l die freudige Erwartung aller im eignen Kinde vereinten beschließt.Ay ch die übrigen Gedichte von Wolfskehl in dieser Folge schwingenm diese Pole. Auch die Gedichte von Gundolf sind daher bedingt: Die»drnung an Klages steht noch ganz unter dem Bann der kühnen Er-rungen und Hoffnungen, welche die Kosmiker hervorgerufen hatten,e nn das Gedicht auch schon eine leise Abwehr vor demweltenfernenra uen" bedeutete, in dem jene kreisten. In dem Zwiegesprächder Be-w örer" ist diese Abwehr zur deutlichen Absage an den Gottversucher

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